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Wenn das Baby ungeduldig ist

Geburt im Familienkombi Wenn das Baby ungeduldig ist

Sandra Buss hatte schon vor der ungewöhnlichen Geburt von Töchterchen Lenja ein komisches Gefühl. „Es könnten die Wehen sein, lass uns lieber ins FEK fahren, sagte ich zu meinem Mann“, erinnerte sich die Belauerin. So weit kamen sie aber nicht: Das Baby kam schon unterwegs im Familienkombi zur Welt.

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Mutter Sandra Buss und das 3730 Gramm wiegende Töchterchen Lenja haben die Geburt im Auto bei bester Gesundheit überstanden. Papa Frank Buss ist stolz.

Quelle: Sven Tietgen

Belau/Neumünster. Vom Ortsteil Vierhusen ist es über die B 430 bis in das Neumünsteraner Krankenhaus nur ein Katzensprung, aber dem Baby ging es offenbar nicht schnell genug.

Durch Schmalensee und an Bornhöved vorbei zuckelten Sandra und Frank Buss noch problemlos Richtung Neumünsteraner Kreißsaal. In Höhe Husbergermoor war dann aber Alarm angesagt: Die Wehen bei Sandra Buss im Beifahrersitz kamen plötzlich im Stakkato-Rhythmus, der Landmaschinenmechanikermeister stoppte schnell am Straßenrand unweit eines Hauses. „Kurz vorher war die Fruchtblase geplatzt, mein Kind wollte jetzt auf die Welt, als Frau merkt man das“, schilderte die 40-jährige Mutter die dramatischen Momente an jenem Mittwochabend. Bevor das Baby auf die Fußmatte plumpsen konnte, fing es der 48-jährige Vater geistesgegenwärtig auf und legte es seiner Ehefrau in den Arm.

„Ich legte noch eine Jacke über das Kind, mit einem Taschentuch wischten wir Mund und Nase frei. In dem Moment ging alles instinktiv, ohne dass man drüber nachdenkt“, erzählte Frank Buss. Die Bewohner des nahen Hauses halfen mit, sie brachten Wasser und Handtücher und wählten den Notruf. Rund eine Viertelstunde später kam der Rettungswagen, zwischendurch hielten die Lebensretter mit den Eltern übers Telefon die Verbindung. Bei der Untersuchung der kleinen Lenja und von Sandra Buss gaben die Ärzte später im FEK schnell Entwarnung: Mutter und das 3730 Gramm wiegende Kind hatten die Geburt im Auto bei bester Gesundheit überstanden. Am Wochenende verließ das Trio das FEK – Tochter Pauline (5) wartete schon aufgeregt zu Hause auf den Familienzuwachs.

Als Geburtsort für Lenja wird übrigens nicht der Bönebütteler Ortsteil Husbergermoor in die Dokumente eingetragen. Entscheidend ist, wo der Mutterkuchen nach der Geburt auf die Welt kommt. „In unserem Fall kam die Placenta im FEK, deshalb ist Lenja gebürtige Neumünsteranerin“, erklärte Sandra Buss und wandte sich mit strahlenden Augen ihrem Töchterchen zu.

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