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Hilfe für psychisch kranke Gefangene

JVA Neumünster Hilfe für psychisch kranke Gefangene

Schleswig-Holstein hat eine psychiatrische Tagesklinik in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumünster in Betrieb genommen. In sechs- bis achtwöchigen Behandlungen sollen dort Gefangene mit psychischen Problemen für den den normalen Regelvollzug stabilisiert werden.

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Auch ein Rudergerät, das Master Psychologin Carola Billen (von rechts) Anstaltsleiterin Yvonne Radetzki, ZIP-Geschäftsführer Manfred Baxmann, Dr. Christian Huchzermeier und Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer demonstriert, gehört zur Ausstattung der Tagesklinik.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Kooperations-Partner des Landes beim Betreiben der 20-Plätze-Einrichtung ist die UKSH-Tochter Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) aus Kiel. Das ZIP steuert drei Ärzte, drei Psychologen, sechseinhalb Pflegestellen und eine ergotherapeutische Stelle bei; die JVA stellt eine Vollzugs- und eine Abteilungsleitung plus zehn Mitarbeiter aus dem Allgemeinen Vollzugsdienst, die sich alle freiwillig gemeldet haben. „Das ist eine Chance, an etwas Neuem mitzuarbeiten und Gefangenen besser helfen zu können“, sagte Vollzugsbeamter Lutz Gohlisch (43).

 „Probleme mit psychisch kranken Gefangenen erschweren den Vollzugsdienst zunehmend“, sagte Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer. Als Ursachen nannte Dr. Christian Huchzermeier Drogen, aber eben auch posttraumatische oder Anpassungsstörungen oder Depressionen. In den Aufenthalten in der Tagesklinik sollen Gefangene aus dem ganzen Land mit Maßnahmen wie Einzel- und Gruppengesprächen, Lichttherapie oder medikamentöser Behandlung wieder fit gemacht werden für den Alltag im Regelvollzug.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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