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4000 Besucher bei Gesundheitsmesse

Neumünster: 4000 Besucher bei Gesundheitsmesse

Wenn der Kinderarzt Johannes Kandzora von „Masernpartys“ hört, gruselt es ihm. Und das machte er zum Auftakt der Messe Gesund + Aktiv in den Holstenhallen in Neumünster bei einer Podiumsdiskussion auch deutlich.

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Claudia Clauß lässt sich auf der Liege vom Chiropraktiker Tobias Schmidt untersuchen.

Quelle: Frank Scheer

Neumünster. „Kinder sollten geimpft werden und sich nicht bewusst bei Treffen infizieren. Die Krankheit nimmt immer einen schlimmeren Verlauf.“ Bis vor wenigen Jahren gehörte die Krankheit in Afghanistan zur zweithäufigsten Todesursache.

 Angesichts möglicher Komplikationen sei zwar immer Skepsis angebracht, aber die Risiko-Nutzen-Analyse spräche für eine Impfung, betonte auch Joachim Hucke vom Gesundheitsamt der Stadt. Die Talkrunde läutete die Aktion „Neumünster sucht den Impfpass!“ ein. Beim Messstand durften Besucher ihr Dokument von Experten unter die Lupe nehmen lassen. 103 Gäste nutzten diesen Service, wie Anja Heinrichs berichtete. Das größte Problem sei, dass viele Menschen ihre Impfungen nicht auffrischen ließen.

Christian Köster testet seinen Geruchssinn bei Dorothea Salewski am VHS-Stand.

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 Kandzora bestätigte dies. Insgesamt sei die Impfquote in Neumünster aber zufriedenstellend. „Da stehen wir im Mittelfeld in Schleswig-Holstein.“ Er appellierte aber an die über 60-Jährigen, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. „Diese noch nicht so alte Impfung schützt vor schweren Krankheiten – aber nur 30 Prozent der Älteren nutzen diese sinnvolle Prävention.“ Aus seiner Sicht sollte man jetzt auch an den Grippeschutz denken.

 4000 Besucher kamen nachAngaben des Veranstalters Fabrik 10 (Boostedt) am Wochenende. Auf 5000 Quadratmetern boten 110 Aussteller einen vielfältigen Mix. Claudia Clauß (Timmaspe) wollte sich einen Rat wegen ihrer Schulter holen. Der Chiropraktiker Tobias Schmidt untersuchte sie. „Die Info war gut und bestätigte mich“, sagte sie. An anderen Ständen waren unter anderem Augen- und Blutdruck, Blutzucker, Diabetes, aber auch Burn-Out das Thema. Nur am Sonntag präsentierte sich die Gesellschaft für Mann und Gesundheit. Ein zu niedriger Testosteronspiegel könne die Folgen für viele Erkrankungen sein, erklärte der Arzt Klaus Esders. 100 Männer konnten für einen kostenfreien Test überzeugt werden – das Ergebnis erhalten sie per Post.

 Zulauf hatte auch der Stand der Akademie für Assistenzhunde (Lindau). Das Team um Kati Zimmermann präsentierte mehrere Tiere, die Diabetiker vor einer Unterzuckerung warnen oder als Hilfe im Haushalt eingesetzt werden können. „Das Problem sind aber die Kosten. Die zweijährige Ausbildung eines Tieres kostet von 4500 bis 14500 Euro.“ Die Vorführung eines Diabetikerwarnhundes auf der Showbühne war aber bemerkenswert.

 Das Rahmenprogramm machte viele Gäste neugierig. Nach der Kangoojump-Vorführung schnallte sich Mareike Kröger die Stiefel mit der Federsohle an. „Total angenehm“, so ihr Urteil. Nun will sie in ihrem Fitnessclub einen Kursus belegen.

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