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„Gigant“ braucht zwölf Hektar

Industriegebiet Süd „Gigant“ braucht zwölf Hektar

Der nächste „Gigant“ der Lebensmittelindustrie möchte sich auf einem 12 Hektar großen Areal direkt neben dem Milchtrocknungswerk im Industriegebiet Süd ansiedeln. Das und die neue Erschließungsstraße waren Anlass für die gemeinsame Tagung der Beiräte Wittorf und Gadeland am Donnerstagabend.

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Auf dem 12 Hektar großen Gelände nordöstlich des Milchtrocknungswerkes (weiße Fläche) möchte sich ein weiterer Riese der Lebensmittelindustrie ansiedeln. Die neue Erschließungsstraße (orange) umläuft beide Areale.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Neumünster. Der nächste „Gigant“ der Lebensmittelindustrie möchte sich auf einem 12 Hektar großen Areal direkt neben dem Milchtrocknungswerk im Industriegebiet Süd ansiedeln. Das und die neue Erschließungsstraße waren Anlass für die gemeinsame Tagung der Beiräte Wittorf und Gadeland am Donnerstagabend.

 Mehr zu dem Investor konnte Evelyn Krüger von der Stadtplanung nicht berichten. „Es soll gewisse Synergieeffekte zum Milchtrocknungswerk geben; deshalb wird auch Wert auf das Nachbargrundstück gelegt.“ Auch für diese Fläche soll bei der vierten Änderung des Bebauungsplanes 116 eine Gebäudehöhe von bis zu 50 Metern eingeräumt werden. „An den Rändern allerdings deutlich abgestuft auf zwölf bis 18 Meter“, so Krüger.

 Sehr genau werde geprüft, ob Harwehgraben und Stör noch mehr Kühl- und Brüdenwasser, das bei der Milchtrocknung anfällt, vertragen könnten. „Vielleicht heißt das auch anders bei dem neuen Werk“, schob Krüger nach. Bei dem Wasser geht es weniger um Schadstoffbelastung als um die höhere Temperatur, die die Gewässer verkraften müssen.

 Mit der neuen Erschließungsstraße will die Stadtplanung zusätzlich zum bisherigen Haupt-Knotenpunkt Saalestraße/Bundesstraße 205 eine weitere Anbindung des Industriegebietes über Leine- zur Boostedter Straße hin schaffen: Sie soll vom Wendehammer des Donaubogens westlich des Milchtrocknungswerkes, dann nach Osten abbiegend und westlich der neuen Fläche zur Isarstraße verlaufen.

 Dass bei der Neuschneidung dieses Teilbereichs des „B 116“ von insgesamt 14 rund ein Kilometer Knick verloren gehen würden, rief Dieter Reese als Vorsitzenden des Naturschutzbeirats auf den Plan. Er schug als Ausgleich vor, an der Nordflanke des Waldgürtels an der Südumgehung in Wittorf einen doppelseitigen Knick anzulegen.

 „Die Stadtteile müssen das bekommen, was ihnen genommen wird“, pochte auch Gadelands Stadtteilvorsteher Volker Matthée auf Ausgleichsmaßnahmen vor Ort. Außerdem machte er auf die Tatsache aufmerksam, dass der avisierte Kreisel an der Kreuzung Boostedter/Hartwigswalder Straße/Leinestraße noch immer nicht umgesetzt sei. „Das wird für Gadeland ein Junktim für die Zustimmung werden.“

 Beide Beiräte wollten noch kein Votum abgeben. „Wir sind erst ganz am Beginn des Prozesses in der frühzeitigen Bürgerbeteiligung“, meinte Wittorfs „Chefin“ Sabine Krebs, die eine weitere Sitzung im Frühjahr anregte, wenn mehr Planungsdetails vorliegen.

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Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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