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Ein Gingko-Baum im Zentrum

Grabstätte Renck in Neumünster Ein Gingko-Baum im Zentrum

Mit der stilgemäßen Bepflanzung ist die Sanierung der Grabstätte Renck auf Neumünsters Nordfriedhof abgeschlossen. „Die Restaurierung wird der kulturellen Bedeutung dieses Denkmals gerecht“, lobte am Dienstag Oberbürgermeister Olaf Tauras das Engagement des Vereins zur Förderung der Grabdenkmale.

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Nun ist auch die Begrünung für die sanierte Grabstätte Familie Renck fertig angelegt. Das freute am Dienstag Heiner Feilke (von links), Friedhofschef Peter Lang, Uwe Kröger und Oberbürgermeister Olaf Tauras.

Quelle: Nitschke

Neumünster. Der hatte sich 2008 gegründet, zunächst mit Hilfe von Sponsoren das Mausoleum Moll saniert und dann als zweites Großprojekt das Familiengrab Renck aus dem Jahre 1894 restauriert: Die Aufbauten waren modern-abstrakt ersetzt worden, da kein Komplett-Foto mehr existierte. „Das war erst nach der Fertigstellung im November 2014 per Zufall aufgetaucht“, berichtete Vereinsvorsitzender Uwe Kröger.

 Der finanzielle Aufwand von 26000 Euro war nur mit Hilfe der Gilden, des Landesamtes für Denkmalpflege und anderer großzügiger Geldgeber aufzubringen; für die Begrünung zeichnete jetzt die Stadt verantwortlich, in deren Besitz sich die Anlage befindet. In die wurde auch die benachbarte Grabstätte Heinrich Renck integriert.

 Seitenhecken und ein Mittelbeet aus Eiben, ein „Rücken“ aus Rhododendren, dazu ein zu unterschiedlichen Zeiten blühender Pflanzenteppich aus Elfenblumen, Spindelstrauch und Stachelnüsschen sahen die Pläne des Fachdienstes Grünflächen vor. „Im Zentrum steht sinnbildlich ein Gingko-Baum, der an die großzügige Schenkung der Fabrikantenfamilie erinnern soll: Schließlich bildet der Rencks Park das Herzstück der innerstädtischen Grünanlagen in Neumünster“, betonte Fachdienstleiter Heiner Feilke.

 Der Förderverein mit Kröger, dem ehemaligen Baupfleger des Kirchengemeindeverbandes, an der Spitze hat sich als nächste Aufgabe die Restaurierung der maroden Mauer des Nordfriedhofs an der Plöner Straße vorgenommen. Die untere Denkmalbehörde der Stadt wird an dem historischen Erinnerungsmal für die Brandopfer des großen Feuers in der Kösterschen Fabrik von 1888 aktiv, bei dem 18 Menschen (darunter auch Saisonarbeiterinnen aus Schweden) ums Leben kamen.

 „Es wäre schön, wenn die Namensinschriften wieder sichtbar werden“, wünschte sich Kröger. „Das werden sie.“ Das versicherte am Dienstag Neumünsters „amtliche“ Denkmalschützerin Christine Wilbrandt, die jetzt schon für den 3. Oktober einlud zu einem Zeitreise-Spaziergang durch Neumünsters Textilindustrie auf den Spuren der Familie Renck. Er wird natürlich am restaurierten Grab auf dem Friedhof enden.sn

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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