2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Steinzeitliche Felsenzeichner

Urzeitmuseum Brügge Steinzeitliche Felsenzeichner

14 Gymnasiasten der Neumünsteraner Immanuel-Kant-Schule haben in der Bärenhöhle des Urzeitmuseums in Brügge Höhlenmalereien geschaffen, die stark von den steinzeitlichen Felszeichnungen in den südfranzösischen Pyrenäen inspiriert sind.

Voriger Artikel
Frau mit Messer bedroht
Nächster Artikel
Ein Berg voller Geschenke für Obdachlose

Antonia Zenker (links) und Jacqueline Schmidt hatten sich Wildpferde als Motiv ausgesucht.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge. Unterstützt wurde das Projekt des Kunst-Profilkurses vom Bordesholmer Künstler Harald Boigs, der für die täuschend echt wirkenden Felswände verantwortlich zeichnete.

 Mit Pastell- und Ölkreide malten die Schüler Pferde, Bisons und Höhlenlöwen an die Wände. Gezeichnet wurden zudem die „Großen Drei der Kälte“, wie Museumsleiter Gerald Kopp formulierte – Mammut, Rentier und Wollnashorn. Unter Leitung des Lehrers Askon Brehmer hatten die Jugendlichen zuvor an der Schule Mal-, Sprüh- und Ritztechniken ausprobiert, Beispiele steinzeitlicher Höhlenkunst unter die Lupe genommen und erste Vorlagen entwickelt. „Hier ging es um einen offenen Bildraum, um plastische Gestaltung und die Nachempfindung von Hell-Dunkel-Verläufen“, erklärte Brehmer.

 Den Kontakt zur Schule hatte Hans Dzieran geknüpft. Der ehemalige Lehrer des Gymnasiums gehört zum ehrenamtlichen Mitarbeiterteam im Tor zur Urzeit. Brehmer hatte lange über die Umsetzung nachgedacht. „Super ist, dass die Schüler an einem konkreten Projekt arbeiten, das von einem Publikum wahr genommen wird“, führte der Kunstlehrer aus. Die Schüler arbeiteten konzentriert und engagiert mit. „Es ist cool, wir können den Museumsbesuchern sagen, ja, guckt euch das an, das haben wir gemacht“, sagte Melina Hahn.

 Die Grundlage hatte Harald Boigs geschaffen: In den vergangenen Wochen schuf er aus Hasendraht, Pappmachée, Gips und Farbe Nachbildungen von roh behauenen Felswänden. Dazu unterstützte der Bordesholmer die Schüler mit Tipps zu Material und Technik. „Für mich ist das Museum eine Herzensangelegenheit, und das Projekt macht eine Menge Spaß“, erklärte er. Auf den Weg gebracht wurde die Bärenhöhle inklusive Höhlenbär-Nachbildung bereits im vergangenen Jahr, ehrenamtlich errichteten Onno Marxen und Jürgen Wiegandt den Rohbau im Obergeschoss. Mit der nachgebildeten Kalksteinhöhle sollen die Themen Höhlenmalerei sowie das Leben des Höhlenbären transportiert werden, erläuterte der Museumseiter. Was jetzt noch fehlt, ist ein Gletschertor am Höhlenausgang. „Dafür hoffen wir sehr auf Sponsoren.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3