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Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft Neumünster?

Haart Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft Neumünster?

Zu einem Feuer in einem Wohncontainer der Erstaufnahmeeinrichtung am Haart wurde Donnerstagabend gegen 21 Uhr die Feuerwehr gerufen. Noch bevor sie am Einsatzort eintraf, hatten einige Bewohner der Unterkunft und der Sicherheitsdienst begonnen, mit Feuerlöschern den Brand zu bekämpfen. Die Beamten gehen von Brandstiftung aus.

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Die Feuerwehr konnte das Feuer in Neumünster schnell löschen. Die Beamten gehen von Brandstiftung aus. Wolf/dpa

Quelle: Jens Wolf/dpa

Neumünster. Beim Versuch, die Scheibe des Containers einzuschlagen, weil man noch Menschen im Inneren vermutete, verletzte sich ein 25-jähriger Bewohner der Unterkunft. Die Berufsfeuerwehr Neumünster hatte das Feuer dann schnell unter Kontrolle und um 21.24 Uhr war es vollständig gelöscht. Die Nachforschungen der Beamten ergaben einen Hinweis auf einen 26-jährigen afghanischen Rollstuhlfahrer, der für den Brand verantwortlich sein könnte. Nach kurzer Fahndung wurde er auf dem Großflecken in Gewahrsam genommen.

Das stellte sich für die Beamten allerdings nicht ganz einfach dar, weil der 26-Jährige aggressiv und wenig kooperativ war. Letztlich wurde er mit Unterstützung eines Rettungswagens zum Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) gebracht – es war nicht ausgeschlossen, dass eine psychische Erkrankung Hintergrund für sein Verhalten ist, so die Polizei. Die Kripo ermittelt wegen schwerer Brandstiftung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Wohncontainer ist zurzeit nicht mehr bewohnbar.

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