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Handwerk kann Flüchtlinge brauchen

Amtsköste Mittelholstein Handwerk kann Flüchtlinge brauchen

Dem Flüchtlingszustrom nach Deutschland begegnete Kreishandwerksmeister Michael Kahl mit einer ganz pragmatischen Sichtweise: „Für das Handwerk bietet sich die Chance, den Fachkräftebedarf für die Zukunft zu decken.“

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Gruppenbild mit Dame: Kreishandwerksmeister Michael Kahl (von rechts) konnte zur Amtsköste auch Stadtpräsidentin Katharina Schättiger, die Ehrenobermeister Jürgen Koepsell, Manfred Arp und Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, begrüßen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Angesichts des demografischen Wandels steht für ihn die Nachwuchsgewinnung an erster Stelle. Für die Integration von Flüchtlingen müsse die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schaffen durch beschleunigte Asylverfahren einerseits und durch Sprachkurse, um anerkannten Asylanten schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen.

 „Nur dann ist eine erfolgreiche Integration in Gesellschaft und Arbeitsleben möglich“, betonte Kahl, der es auf den zentralen Punkt brachte: „Für das Handwerk zählt eben nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“

 Die Mehrzahl der Betriebe ist laut einer nicht repräsentativen Umfrage sowohl mit ihrer betrieblichen Situation als auch mit der Zahlungsmoral der Stadt und deren öffentlichen Ausschreibungen zufrieden. Allerdings wurden „die vielen Straßenbaustellen“ und die Verkehrslenkung als „störend“ empfunden. Für das organisierte Handwerk in Mittelholstein kündigte Kahl die Entwicklung eines Internetportals an.

 „Nehmen Sie an Ausschreibungen teil“, appellierte seinerseits Oberbürgermeister Olaf Tauras an das Handwerk. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt 282 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 15,7 Millionen Euro vergeben. 34 Prozent davon mit einem Volumen von 4,7 Millionen Euro seien in Neumünster geblieben. In diesem Jahr seien 11,9 Millionen Euro, ein Drittel des Gesamtvolumens, an ortsansässige Firmen geflossen.

 Der Bau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld oder der Umbau des Großfleckens seien Projekte, von denen auch das hiesige Handwerk profitieren könne. Das bezeichnete Tauras mit seinen 3500 Betrieben in Neumünster und dem Kreis Segeberg mehr als 2000 Lehrlingen als „das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft“.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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