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Angebot für „Cyclisten“ ist ausbaufähig

Hauptausschuss Neumünster Angebot für „Cyclisten“ ist ausbaufähig

Die vorhandenen Fahrradstellplätze in Bahnhofsnähe in Neumünster sind ausgelastet. Neue Bike and Ride-Sationen, teilweise sogar überdachte Fahrrad-Parkplätze, die an Pendler vermietet werden können, sollen abhelfen. Der Hauptausschuss hat am Dienstag darüber beraten. Die Stadt hofft auf hohe Fördersummen.

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Ein bisschen mehr Ordnung in das derzeitige „Fahrrad-Gewusel“ rund um den Bahnhof soll die neue Fahrradstation zwischen alter Post und Bahnhofstunnel bringen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Fahrradstadt zu werden, hat sich Neumünster per Ratsbeschluss auf die Fahne geschrieben. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg dorthin sind sogenannte Bike and Ride-Stationen, die am Bahnhof in der Innenstadt noch in diesem Jahr, am Südbahnhof in 2017 realisiert werden sollen.

 Die vorhandenen rund 350 Fahrradabstellmöglichkeit am Bahnhof in der Stadt sind normalerweise völlig ausgelastet, hieß es am Dienstag im Hauptausschuss. Auf dem Konrad-Adenauer-Platz und gegenüber am Kuhberg wurden die Anlagen im vergangenen Jahr neu angelegt und die veralteten „Vorderradhalter“ gegen moderne Fahrradbügel ausgetauscht, wenige Stellplätze haben auch eine Überdachung, aber das Angebot für „Cyclisten“ ist unbedingt ausbaufähig.

 Das soll am Hauptbahnhof an drei Standorten geschehen. Herzstück der Anlage soll die schon bestehende, derzeit kaum genutzte Station – überdacht und mit einem stabilen Metallzaun gesichert – unmittelbar zwischen alter Post und dem Fußgängertunnel am Bahnhof werden. In dieser überdachten „Garage“ sollen rund 110 modern ausgestattete Fahrrad-Stellplätze entstehen, die an Bahn-Pendler dauervermietet werden könnten.

 Außer dieser sogenanten Sammelschließanlage sind als weitere Standorte eine frei zugängliche, nicht überdachte Anlage auf derselben Tunnelseite am Pkw-Stellplatz angepeilt und die bereits bestehende, überdachte Anlage unmittelbar neben dem anderen Tunnelausgang, deren düstere Schmutzecken aber unbedingt einer Auffrischung bedürfen.

 Ein Jahr später soll auch an die Rad-Bahn-Pendler am Südbahnhof gedacht werden. Geplant ist, an die bestehende Anlage der AKN abzubauen und nördlich der Gleise neue Stellplätze zu schaffen: zwei Dutzend in einer Sammelschließanlage und noch einmal doppelt so viele frei zugänglich.

 Die Kosten für die Anlage am Hauptbahnhof (vorerst noch ohne Ladestation für Pedelecs und E-Bikes) sind auf 2409982 Euro berechnet. Wie Stadtplanungschefin Ute Spieler berichtete, stehen die Chancen auf Fördermittel allerdings günstig. Wenn eine Förderung durch das Land voll greift, würde sich der städtische Anteil auf gut 60000 Euro verringern, bei weiterer Förderung durch die Metropolregion Hamburg sogar auf nur noch gut 30000 Euro. Am Südbahnhof geht man bei bestmöglicher Förderung von einem städtischen Anteil von knapp 20000 an den Gesamtkosten von knapp 140000 Euro aus.

 Die Pläne stellt die Verwaltung ausführlich in der Sitzung des Bauausschusses am 21. April (17.30 Uhr, Neues Rathaus) vor. Die CDU wird in der Ratsversammlung beantragen, beide Projekte erst dann in Angriff zu nehmen, wenn die Fördermittel auch sichergestellt sind, kündigte ihr Vorsitzender Gerd Kühl an. Die SPD wünscht sich zudem eine Betreuung mit Werkstattbetrieb in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden oder dem Jobcenter.

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Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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