18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Heftige Diskussion im Beirat

Straßenausbaubeiträge Heftige Diskussion im Beirat

Die den Anliegern der Amtmannstraße zugestellten Gebührenbescheide für die Erneuerung ihrer Straße sorgte bei der Stadtteilbeiratssitzung Brachenfeld-Ruthenberg für hitzige Diskussionen. Über 100 Zuschauer machten ihrem Unmut Luft und forderten eine Änderung der Einstufung der Straße.

Voriger Artikel
Fatih-Moschee zieht in die Mittelstraße
Nächster Artikel
Leidenschaftliche Tüftler

Über 100 Zuschauer versuchten in einem Klassenraum der Gemeinschaftsschule Brachenfeld bei der Sitzung des Beirates Brachenfeld-Ruthenberg ein Sitzplatz zu ergattern.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Beiratsvorsitzender Uwe Holtz hatte einen schweren Stand, als er zunächst ankündigte, dass der ursprünglich vorgesehene Tagesordnungspunkt „Bau einer Flüchtlingsunterkunft an der Slevogtstraße“ wieder gestrichen sei. „Das Thema hat sich erledigt, da der Oberbürgermeister diese Planung zurückgenommen hat“, begründete er. Das führte zu erheblichem Missmut bei vielen. Der Stadtteilbeirat habe viel zu spät auf diese ursprüngliche Planung reagiert, und man könne sich nicht sicher sein, dass das Bauprojekt an anderem Ort in Ruthenberg nicht doch umgesetzt werde, lauteten die Vorwürfe.

 Nachdem Holtz mühsam die Wogen geglättet hatte, kamen die „Gebührenbescheide Amtmannstraße“ zum Zuge. „Wir sind fast vom Stuhl gefallen, als wir aufgefordert wurden, eine vierstellige Summe zu bezahlen“, berichtete einer der betroffenen Hausbesitzer. Es sei vor vier Jahren nicht wie angekündigt nur die oberste Asphaltschicht marode gewesen, sondern auch die darunter liegende Binderschicht. Damit sei die Grundlage gegeben, die Anlieger laut der geltenden Straßenbaugebührensatzung an den Kosten zu beteiligen, begründeten Ute Spieler, Chefin der Stadtplanung, und Ralf-Joseph Schnittker, Leiter der Bauverwaltung. Dass die Hausbesitzer 85 Prozent der Baukosten übernehmen müssen und die Stadt nur 15 Prozent, liege an der Einstufung der Amtmannstraße als Anliegerstraße, so Spieler.

 Diese Einstufung schmeckt den Betroffenen aber nicht. Ihre Straße mit Verlängerung über die Emil-Köster-Straße werde von vielen Autofahren als auch Lkw als Verbindung von der Boostedter Straße zum Haart genutzt. Außerdem werde die Straße zusätzlich stark frequentiert von Verkehrsteilnehmern die zum Famila-Markt im Störpark fahren. Darüber entbrannte eine deftige Redeschlacht in der Schnittker und Spieler bezichtigt wurden, mit „Taschenspielertricks“ zum Nachteil der Betroffenen zu agieren. „Wir fordern, die Einstufung der Straße zu revidieren“, so die Anlieger. Dadurch könnte die Kostenbeteilung auf bis zu 35 Prozent sinken. Uwe Holtz kündigte an, dass der Beirat dazu Anträge beim Bau-, Planungs- und Umweltausschuss stellen wird.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3