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Herbert Gerisch wieder daheim

Nach Sturz und Klinik Herbert Gerisch wieder daheim

Stifter Herbert Gerisch, der am 9. August kurz vor Beginn der traditionellen Bläser-Matinee die Gäste im Skulpturen-Park nicht selbst begrüßen konnte, weil er nach einem Sturz ins Krankenhaus musste, ist wieder daheim.

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Herbert Gerisch mit Gattin Biggi und Erinnerungsbuch an Hund Baron auf seinem Lieblingsplatz: Von der Terrasse der Villa Wachholtz hat er den Überblick über den Skulpturenpark.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Und er erfreut sich für einen 94-Jährigen erstaunlicher Gesundheit. „Bei uns rufen immer noch so viele Menschen an. Wir möchten das jetzt klar stellen“, erklärte Gattin Biggi Gerisch. Was passiert war? 20 Minuten vor Konzertbeginn war Gerisch im Bad gestürzt. „Ich habe sofort den Krankenwagen gerufen, mein Mann war nicht ansprechbar“, erinnert sich Brigitte Gerisch.

 Vom Friedrich-Ebert-Krankenhaus ging es umgehend per Rettungshubschrauber in die Neurochirurgie des UKSH nach Kiel. „Mitfliegen durfte ich natürlich nicht. Ich stand dermaßen unter Schock, dass unser Hausmeister, unser guter Geist Darius Konaszewski, sagte. ,Ich fahr Sie. Und ich weiß ganz genau: Das ist nicht das Ende.’“

 War es auch nicht. Bereits am Donnerstag darauf konnte Herbert Gerisch die Klinik auf eigenen Beinen verlassen. „Dass ich früher oft 20 Kilometer am Stück gelaufen und lange Touren geradelt bin, kommt mir konstitutionell wohl immer noch zu Gute“, mutmaßt der 94-Jährige. Ein Zugeständnis hat er seiner Frau allerdings machen müssen: „Künftig ist bei Spaziergängen ein faltbarer Rollstuhl dabei.“

 Gerisch sitzt wieder auf seinem Lieblingsplatz. Von der Terrasse der Villa Wachholtz hat er den gesamten Skulpturen-Park im Blick. Hier kommt der souveräne alte Herr, der 2001 die Stiftung gründete und damit den Schwale nahen Park mit Plastiken der Avantgarde ermöglichte, locker mit Besuchern ins Gespräch. Und freut sich, dass in diesem Sommer wieder viele Touristen Neumünsters großes Kunst-Kleinod ansteuern.

 Die aktuelle Ausstellung „Vom Großen und Ganzen. Die Sammlung Haus N Teil 2“ kommt offenbar gut an. „Obwohl die Zweiteilung schon ein Wagnis war“, räumt Brigitte Gerisch ein. „Es ist ja nicht ganz leichte Kunst, die wir diesmal zeigen. Aber die neue Location Efeuhaus mit ihrem Shabby-schick-Charme ergänzt sich prima mit dem Park und den Skulpturen.“

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Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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