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Highländer als Hobby

Echter Hingucker in Gadeland Highländer als Hobby

Endlich wieder Tiere im alten Bauerndorf Gadeland: Sechs Schottische Hochlandrinder sind die „Neubürger“ auf der Koppel zwischen Segeberger Straße und Grote Twiet - und ein echter Hingucker.

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Neugierig bis kritisch mustern die Schottischen Hochlandrinder den Mann mit der Kamera: Auf der „historischen“ Glindemann-Wiese in Gadeland grasen wieder Vierbeiner.

Quelle: Wolfgang Wittchhow

Neumünster. Die Glindemann-Koppel in exponierter Lage hatte seinerzeit Heinz Wendt aus der Gadelander „Mühlen-Dynastie“ Wendt für die Pferde seiner Töchter gepachtet. „Aber wie das dann so kommt: Die Mädchen haben sich anders orientiert“, berichtet der 59-Jährige. Einige Jahre lang „machte“ er dort fortan lediglich Heu; zuletzt wurde die Wiese als Besucherparkplatz für das Fest zum 125. Geburtstag der freiwilligen Feuerwehr genutzt.

 Und dann erfüllte sich der Handelsvertreter in Sachen Gießerei einen alten Traum. „Highländer fand ich schon immer schick!“ Bei einem Bio-Züchter in Behrensdorf bei Hohwacht an der Ostsee wurde er fündig. Und erstand aus dessen 400-köpfiger Herde fünf Färsen. Ein Ochse kam eher per Zufall als Geschenk dazu. „Jetzt überlege ich, ob ich noch einen Bullen kaufe, damit es Nachwuchs gibt.“

 Wirtschaftliche Aspekte hat Heinz Wendt bei seiner kleinen Herde absolut nicht im Sinn. „Das ist pure Liebhaberei.“ Genau wie das Bearbeiten der Koppel mit historischem Gerät. „Unter anderem ein Trecker Baujahr 1965. Den hab ich noch bei dem alten Glindemann gekauft und bei Vater in der Mühle eigenhändig restauriert.“

 Die Glindemann-Koppel, heute im Besitz der Familie Voigt, die gleich gegenüber wohnt, hat übrigens Historie. „Ab 1600 entwickelte sich Gadeland langsam und mit vielen Rückschlägen zu einem Bauerndorf“, weiß der passionierte Gadelander Chronist Wolfgang Wittchow zu berichten. Um 1900 gab es dort 31 Bauernhöfe.

 Der zentrale Punkt des Ortes war die Furt durch die Stör mit einem Teich ähnlichen See, der nach dem Bau der Störbrücke trocken gelegt wurde: „Das ist heute diese Wiese, auf der noch vor wenigen Jahren Bauer Wilhelm Bolte seine Schweine hielt. Als einer der letzten Bauernhöfe wurde der Hof Bolte 2014/15 abgerissen“, berichtet Wittchow. Der sich über die Hochlandrinder der Mühlen-Familie immens freut: „Eine echte Bereicherung und ein Hingucker!“

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