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Hilfe für junge Mütter

Service-Clubs fördern FEK-Projekt Hilfe für junge Mütter

Sechs Service-Clubs der Stadt sorgen dafür, dass das neue Projekt „begleitet ins Leben – für das Kindeswohl“ am Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) langfristig eine Perspektive hat. Junge Mütter, die nach der Geburt mit der Situation überfordert sind, erfahren bei Bedarf Begleitung durch speziell geschulte Familienhebammen.

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Informierten über das Projekt „begleitet ins Leben“, das Neumünsters Service-Clubs langfristig unterstützen: Chefhebamme Karin Laatsch (von links) , Inner-Wheel-Präsidentin Dorothea Behrendt und Chefarzt Dr. Ivo Heer.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Der sozialmedizinische Betreuungsbedarf ist hoch“, hat Dr. Ivo Heer, Chef der Frauenklinik, festgestellt. Dennoch nehmen rund 90 von 900 Frauen, die im FEK ihr Kind zur Welt gebracht haben, die achtwöchige Nachbetreuung nach der Geburt, durchaus eine Kassenleistung, nicht in Anspruch. Oft sind es die Frauen, die derartige Begleitung am meisten benötigen, wenn Gewalterfahrung, Suchtprobleme oder wirtschaftliche Nöte zum häuslichen Umfeld gehören.

 „Diese Klientel ist am offensten für eine Beratung, wenn das Kind gerade zur Welt gekommen ist“, weiß die leitende Hebamme Karin Laatsch aus Erfahrung. „Hebammen haben den besten emotionalen Zugang zu jungen Familien“, sagt Heer. Deshalb sollen drei am FEK tätige Hebammen, die aus dem Projekt-Topf mit je zwei Wochenstunden finanziert werden, schon frühzeitig den Kontakt im Krankenhaus aufnehmen.

 Das ist nicht eben viel, aber laut Heer schon eine „dramatische Verbesserung“. Jeder zusätzliche Kontakt sei ein Erfolg. Bei der nachgeburtlichen Hebammensprechstunde, die im Krankenhaus angesiedelt sein soll, werden Kerstin Alexa, Synje Schröder und Fatma Sari in interkulturellen Sprechstunden beraten, Still- und Ernährungsberatung anbieten und die jungen Mütter begleiten.

 Damit das Projekt nach den Herbstferien starten kann, fließt vom Land eine Anschubfinanzierung in Höhe von knapp 10400 Euro. Um die Nachhaltigkeit sicherzustellen, haben sich Inner Wheel, der Lions Club Neumünster Holsten, Lions Neumünster, Rotary Club Neumünster, Round Table und Zonta verpflichtet, die vier Folgejahre mit je 10000 Euro zu finanzieren. „Wir werden den Erlös aus dem Verkauf unseres Adventskalenders dazu beitragen“, erklärte Dorothea Behrendt, Präsidentin von Inner Wheel.

 Für Heer bedeutet das Projekt „die Etablierung einer sozialmedizinischen Betreuung, die diesen Namen auch verdient“.

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