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Der Lokschuppen mausert sich

Neumünster Der Lokschuppen mausert sich

Der Zustand des historischen Lokschuppens in Neumünster macht große Fortschritte. Davon überzeugten sich mehrere Hundert Eisenbahnfans am Tag der offenen Tür.

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Jens Paulsen (links) und Holger Busche, beide vom Verein Kulturlokschuppen, bewegten die Drehscheibe vor dem Lokschuppen mit einer Kurbel.

Quelle: Leng

Neumünster. Kaiserwetter und die Neugier auf den historischen Lokschuppen lockte am Sonnabend viele „Sehleute“ an die Brückenstraße. Und sie wurden nicht enttäuscht. Erst vor wenigen Tagen hat als erstes historisches Schienenfahrzeug ein Schwerkranwagen aus den 1980er-Jahren im Lokschuppen eine neue Heimat gefunden. Er gehört den Rendsburger Eisenbahnfreunden, die mit dem Verein Kulturlokschuppen, Mieter des Areals, einen Vertrag über die Unterstellung geschlossen haben.

 Da das Fahrzeug keinen TÜV mehr hat, wurde es mit einem Tieflader von seinem bisherigen Standort Niebüll nach Neumünster transportiert. „Wenn die Genehmigung für einen Gleisanschluss des Lokschuppens an das öffentliche Schienennetz vorliegt, haben bereits weitere Mieter ihr Interesse an Stellplätzen für historische Fahrzeuge und Waggons bekundet“, berichtete Holger Bursche, Sprecher des Vereins.

 Auf dem gesamten Areal wurde in den vergangenen Wochen kräftig aufgeräumt und renoviert. In Richtung des Stellwerks befindet sich der ehemalige rund einen Hektar große Kohle-Lagerplatz. Ein Veranstalter aus Kiel will dort im Herbst ein Open-Air-Rockkonzert veranstalten. „Die Fläche ist optimal dafür geeignet, da zu beiden Seiten eine durchgehende Mauer für den nötigen Schallschutz in Richtung Rendsburger und Kieler Straße sorgt“, so Vereinsmitglied Werner Hansen. Der Pensionär hat zusammen mit Jens Paulsen in den vergangenen Monaten unendlich viele Stunden in die Renovierung gesteckt.

 Sorgen bereiten dem Verein unter anderem die Kosten für die Instandsetzung der vielen Fenster am Lokschuppen und der Lokleitung. Unbekannte Täter hatten in den vergangenen Jahren sämtliche Scheiben zerstört. „Wir rechnen mit Kosten von rund 30000 Euro“, so Busche. Er hofft auf Spender, die den Verein auch bei den weiteren anstehenden Maßnahmen wie bei der Anschaffung eines neuen Motors für die Drehscheibe finanziell unterstützen.

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