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„Wir haben ein ganz tolles Jahr vor uns“

Ausblick der Holstenhallen GmbH „Wir haben ein ganz tolles Jahr vor uns“

Schon jetzt ist klar: An einigen Terminen geht in diesem Jahr in den Holstenhallen gar nichts mehr, alles ausgebucht. „Na, vielleicht noch eine kleine Hochzeit im Restaurant“, überlegt Dirk Iwersen. Die Buchungslage ist klasse. „Wir haben ein ganz tolles Jahr vor uns.“

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„Wir blicken auf ein tolles Jahr zurück und haben ein spannendes vor uns“, sagt Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen GmbH. Die Pläne für ein Kongresszentrum im rückwärtigen Teil des Restaurants (rechts) gehören dazu.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. In diesen Tagen sind schon mehr Veranstaltungen fürs neue Jahr angemeldet als 2015 im Kalender standen. Dirk Iwersen (48), Geschäftsführer der Holstenhallen GmbH, könnte zufrieden sein. Gerade sind Ausbau und Modernisierung der Holstenhallen nach zwei Jahren abgeschlossen. Zeit zum Luft holen – allerdings schon für das nächste Projekt, ausruhen ist nicht. Das Holstenhallen-Restaurant aus den 70er-Jahren könnte zum Kongresszentrum umgebaut werden. „So ist es nicht mehr nutzbar, es wird den gestiegenen Anforderungen der Veranstaltungen einfach nicht mehr gerecht“, sagt Iwersen, der immer mehr Fachtagungen und Kongresse parallel zu Messen registriert.

 Mit 3 Millionen Euro wäre da etwas zu machen. Der vordere Teil des Restaurants steht unter Denkmalschutz, aber der rückwärtige Bereich könnte abgerissen und neu gebaut werden. Bis zu 800 Quadratmetern schweben Iwersen vor, als Niedrigenergiehaus. Vor fünf Jahren hat es schon mal einen Architektenwettbewerb gegeben, die Pläne gingen von einem Passivhaus aus. „Das ist aber nicht veranstaltungsgerecht“, weiß Iwersen heute.

 In diesem Jahr könnte geplant werden. Eine Million Euro hat die Holstenhallen GmbH bei der Sanierung eingespart (und nur 21 Millionen Euro verbaut), den Rest müsste man über Fördergelder generieren. 2017 wäre dann das Jahr der Umsetzung. „Das ist sportlich, wäre aber mein Wunsch“, so Iwersen. Bis zur NordBau im September sollte alles stehen. „Veranstaltungen fallen deshalb aber nicht aus, wir haben genügend Ausweichmöglichkeiten.“ Noch in dieser Woche will er mit dem Wirtschaftsministerium sprechen, Gesprächsbereitschaft ist von dort bereits signalisiert worden.

 Zur Holstenhallen GmbH gehören neben den Hallen auch die Messe NordBau und die Stadthalle am Kleinflecken. 2012 kam außerdem die Holstenhallen Service GmbH dazu, auch unter der Führung von Dirk Iwersen. Das Konzertbüro Auch & Kneidl, die Tourist-Information und seit einem Jahr die Gastronomie der Holstenhallen sind in diesem Paket zusammengeschnürt.

 Alle Veranstaltungsorte zusammengenommen kommt Iwersen für 2015 auf rund 930 Veranstaltungen mit etwa einer Million Besucher – „ein sehr gutes Geschäftsjahr“, sagt er. Das Theater in der Stadthalle ist an die Stadt verpachtet. „Kultur ist nicht unser Thema.“ Und der 30. Geburtstag der Stadthalle in diesem Jahr? Das Kulturamt macht natürlich etwas. „Wir aber feiern uns nicht so gerne selbst, uns ist der laufende Betrieb wichtiger“, sagt Iwersen nüchtern. Schon das 75. Bestehen der Holstenhallen 2014 lief ohne Party ab.

 Iwersen blickt lieber nach vorne. Sein großes Ziel ist es, Neumünster als Messestandort zu sichern. 28 große Messen fanden 2015 statt, oft unbemerkt von der Bevölkerung. Tatsächlich sind 60 Prozent der Veranstaltungen nicht öffentlich. Andere Veranstaltungen locken aber immer mehr Besucher an. Die Holstenhallen GmbH als Dienstleistungsbetrieb richtet auch eigene Events aus. Besonders imageträchtig seien die Klassiker-Tage (2015 zum dritten Mal) und die Premiere der Outdoor Messe gewesen.

 Und etwas ganz Neues findet in den Sommerferien statt: Das Technische Hilfswerk (THW) organisiert sein Bundesjugendlager in Neumünster. 5000 Jugendliche kommen für eine Woche, das THW hat alle Hallen und das Gelände gemietet. Dann geht tatsächlich gar nichts mehr.

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