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Lachparade zum Spielzeitende

Neumünster Lachparade zum Spielzeitende

Als letzte Inszenierung der Spielzeit präsentiert die Niederdeutsche Bühne (NBN) die Farce Hopphei op’n Heidhoff. Die Schauspieler begeisterten bei der Premiere mit komischen Szenen, die bis ins Detail ausgefeilt waren. Der dramaturgische Bogen ließ allerdings viele Wünsche offen.

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Puffmutter Dora Wienböker (Dagmar Wilhelmsen-Schmitt) und der vermeintliche Pastor Fesenfeld (Volker Rohweder) sorgten bei der Premiere der Farce Hopphei op'n Heidhoff mit einer Ringereinlage für Lachstürme.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Zum Ende der Spielzeit sollte es nochmal so richtig rund gehen und sich das Publikum vor Lachen auf den Stühlen biegen. Die Handlung des Schauspiels verspricht tatsächlich ungetrübten Theaterspaß. Polizeipräsident Heinrich Petersen (wunderbar schnippisch von Jürgen Goldkamp gespielt) will mit seiner Schwester Selma (Dagmar Wilhelmsen-Schmitt) auf dem Heidhoff seines Bruders Bernhard (ebenfalls von Jürgen Goldkamp gespielt) nach dem Rechten sehen. Bruder Bernhard ist angeblich auf einer schottischen Insel vom Trecker gefallen und dabei ums Leben gekommen. Als das Geschwister-Duo die Wohnstube des Hofes betreten, werden sie von der leicht beschürzten Gaby (Patricia Juds lief zu Höchstform auf) und der nur mit Korsett, Strapsen und Highheels bekleideten Steffie (Carina Thomsen) umgarnt. Die Petersens merken nicht, dass sie in einem von Dora Wienböcker (Heike Ingwersen überzeugte als überforderte Puffmutter) Bordell gelandet sind. Herren, die dort ihr Vergnügen suchen, tauchen auf. Darunter der vermeintliche Pastor Fesenfeld (Volker Rohwedder bewies, dass er das komödiantische Fach perfekt beherrscht). Als dann doch Bernhard als vermeintlicher Geist auftaucht, beginnt ein lustiges Verwirrspiel, dass die Zuschauer in vielen Szenen mit viel Gelächter belohnten.

 Gastregisseur Ulrich Herold hat in die Inszenierung filigrane Feinarbeit gesteckt. Die Komik steckte in den Details. Da wurde gekonnt erschreckt geschrien, mit Wortspielen („Oben Küster, unten passt er“) Sprachwitz gefeiert oder auch zur Freude des Publikums mit Slapstickeinlagen Fahrt in die Handlung gebracht. Doch unverkennbar fehlte der Inszenierung der dramaturgische Bogen. Die einzelnen Szenen waren nicht in einen geschlossenen Handlungsstrang eingebettet. Fazit: Fantastische schauspielerische Leistung, die Inszenierung ließ allerdings Wünsche offen.

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