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Sozialarbeiter für jede Schule

Neumünster Sozialarbeiter für jede Schule

Die Stadt will die Schulsozialarbeit neu aufstellen. Das Land stellt dafür jährlich 700000 Euro zur Verfügung. Jede Schule soll danach zukünftig mit einem Sozialpädagogen ausgestattet werden.

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Sümeyye Yigci liebt ihre Aufgabe als Schulsozialarbeiterin an der Johann-Hinrich-Fehrs-Grundschule. Zukünftig soll jeder Schule in Neumünster eine feste Fachkraft zur Verfügung stehen.

Quelle: Leng

Neumünster. „Die Zeiten sind vorbei, dass sich wie bisher in einigen Fällen zwei Schulen einen Sozialpädagogen teilen müssen“, erläuterte der zuständige Abteilungsleiter, Thomas Wittje, dem Jugendhilfeausschuss den Eckpfeiler des neuen Konzeptes, dass Anfang 2016 umgesetzt werden soll. Es sei aus pädagogischer Sicht wichtig, dass jede Schule ihren festen Schulsozialarbeiter hat. „Damit wird eine bedarfsorientiertes Wirken möglich und der Mitarbeiter muss sich nicht zwischen zwei Schulen verzetteln.“

 Neu ist ebenfalls, dass alle Schulen eine mit 19,5 Wochenstunden festgelegte Grundversorgung erhalten. Das soll sicherstellen, dass der Sozialarbeiter tatsächlich an der Schule präsent sein kann und nicht nur sporadisch vor Ort ist. Auf die Grundversorgung gibt es Stundenzuschläge für besonders große Schulen, für die in Brennpunkten und für Schulen, die aufgrund großer Leistungsunterschiede in der Schülerschaft enormen Integrationsaufwand betreiben müssen.

 Verschlechtern werden sich nach diesem Konzept die drei Neumünsteraner Förderschulen und die Kooperative Erziehungshilfe (KEN). Bisher standen ihnen zusammen 79 Wochenstunden zur Verfügung. Sie werden auf 30 Stunden gekürzt.

 „Da die Schülerzahlen in diesen Schulen massiv gesunken sind, ist das auch nach Meinung der Schulleitungen vertretbar“, berichtete Wittje. Offen bleibt die Betreuung an den drei Regionalen Bildungszentren. Die Stadt will mit den Zentren über einen Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung verhandeln.

 Die Mitglieder des Jugenhilfeausschusses waren mit dem vorgelegten Konzept mehr als zufrieden. „Sie haben brillante Arbeit gemacht“, zollte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth seinem Abteilungsleiter große Anerkennung. Auch bei den Schulleitern kommt die Neureglung gut an. „Der Weg ist richtig und für uns wichtig“, meint Wolfgang Koperski, Chef der Wilhelm-Tanck-Schule.

 Martin Schiller, Rektor der Vicelinschule, hat hingegen große Sorgen. „Unser Sozialarbeiter hatte jeweils eine halbe Stelle bei uns und an der Fröbelschule. Durch die Neuregelung, dass die Mitarbeiter nur eine Schule versorgen werden, bricht ihm damit ein Teil seines Gehaltes weg“, sagte der Pädagoge.

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