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Gleichberechtigung im Mittelpunkt

Infos für Zuwanderer Gleichberechtigung im Mittelpunkt

Frauen haben in der Bundesrepublik die gleichen Rechte wie Männer – lautete die deutliche Botschaft einer Informationsveranstaltung für muslimische Neuzuwanderer. Rund 50 Muslime, die erst seit kurzem in Neumünster leben, waren am Sonntag in das Bildungszentrum Vicelinviertel gekommen.

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Bei der Infoveranstaltung für muslimische Neuzuwanderer informierten die beiden Polizisten des 2. Reviers Marco Rose (rechts) und Steffen Drescher eine Gruppe junger Männer über den Erwerb von Führerscheinen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Eingeladen hatte das Forum der Vielfalt. Als Willkommensgeschenk erhielten die Teilnehmer eine Tüte mit einer Begrüßungsmappe, in der unter anderem wichtige Ansprechpartner bei der Wohnungssuche aufgelistet sind, einen Plan des Vicelinviertels mit wichtigen Stationen wie Schule und Hilfsorganisationen, Infoblätter über Sportvereine und eine Broschüre des Kirchenkreises Altholstein über die drei großen Moscheen in Neumünster. Bei den Vorträgen standen wichtige Grundwerte der deutschen Gesellschaft und Grundregeln im Mittelpunkt. Insbesondere auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde mehrfach hingewiesen. „Bei uns entscheidet allein die Frau, darüber welche Kleidung sie trägt, ob und welchen Beruf sie ausüben möchte. Kein Imam und auch nicht der Ehemann dürfen das über den Kopf einer Frau hinweg bestimmen“, mahnte Henning Möbius, Vorsitzender des Runden Tisches für Toleranz und Demokratie. Wer seine Frau oder seine Kinder schlägt, werde strafrechtlich belangt, berichtete Polizist Steffen Drescher vom 2. Polizeirevier. „Alles, was in Ihren Herkunftsländern verboten ist, ist auch in der Bundesrepublik verboten“, versuchte der Kommissar eine erste grobe Orientierungsmöglichkeit zu geben. Jeder Bürger sei verpflichtet, sich über die deutschen Gesetze selber zu informieren, erklärte Oberkommissar Marco Rose. Das Internet böte dafür genügend Informationsseiten auch in den Sprachen der Migranten.

 Die meisten der in Neumünster lebenden Migranten und Asylsuchenden wissen, was sie dürfen und was nicht, berichteten die beiden erfahrenen Polizeibeamten. Dennoch sei die Polizeidirektion bemüht, diesem Wissen durch Präventivmaßnahmen nachzuhelfen. So sei das Personal des Bades am Stadtwald geschult worden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wenn männliche Asylsuchende gegenüber weiblichen Badegästen anzüglich werden. Während Rassismus von Deutschen gegenüber Migranten in Neumünster nur eine untergeordnete Rolle spiele, sei der Rassismus zwischen Migrantengruppen aus unterschiedlichen Kulturkreisen deutlich gestiegen, weiß Marco Rose. „In der Erstunterkunft am Haart kommt es deshalb immer wieder zu Rangeleien, die einen Polizeieinsatz erfordern“, berichtete er.

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