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1. Polizeirevier hat endlich neue Räume

Odyssee hat ein Ende 1. Polizeirevier hat endlich neue Räume

Arbeiten in schimmeligen Büros und dann im beengten Container, keine Gewahrsamszellen vor Ort – die Beamten des 1. Polizeireviers hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Deshalb ist die Freude groß, dass am Montag der Neubau an der Altonaer Straße 101 eingeweiht werden konnte.

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Feierlich wurde das Band zerschnitten und der Neubau des 1. Polizeireviers eingeweiht: Innenminister Stefan Studt (von links), Bernd Lohse, Leiter der Polizeidirektion, und Revierleiter Dieter Jung.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Dafür war auch Innenminister Stefan Studt nach Neumünster gekommen. Jetzt ist alles schöner, heller, freundlicher und viel größer. Studt fand noch weitere Adjektive: „moderner, leistungsstärker und bürgerfreundlicher“. Für 1567000 Euro ist in 20 Monaten Bauzeit ein rund 220 Quadratmeter großer Neubau errichtet worden. Neben einer großen Wachstation mit breitem Tresen, Schreibräumen, einem Wartebereich und einem „sicheren Raum“, in dem der Gast durch ein verspiegeltes Fenster bewacht werden kann, sind auch sechs Gewahrsamszellen untergebracht. „Wir haben hier eine richtig tolle Dienststelle bekommen. Das ist ein richtiger Meilenstein“, so Bernd Lohse, Leiter der Polizeidirektion.

 Die Odyssee des 1. Reviers begann im Jahr 2011. Zuvor war es, gemeinsam mit der Kriminalpolizei, in der Parkstraße untergebracht. Ständig gab es Wassereinbrüche, „entweder durch Regen von oben oder aus der Kanalisation von unten“, so Revierleiter Dieter Jung. Das Gebäude war vom Schimmel befallen. Die Kripo zog daraufhin zur Polizeidirektion in die Alemannenstraße, das Revier an die Altonaer Straße und wurde da in einem kleinen Gebäude und Containern untergebracht.

 Die Arbeiten für den Neubau brachte den Polizisten monatelang Lärm- und Staubbelästigungen, das ist jetzt abgehakt. Doch nach dem Bau ist vor dem Bau. Innenminster Studt kündigte den zweiten Bauabschnitt an: ein Gebäude für die Kriminalpolizei durch Um- und Anbau an die Direktion an der Alemannenstraße. Mehr Platz gibt es dort auch durch die Auslagerung der Ordnungswidrigkeiten-Stelle, die ins Gewerbegebiet Oderstraße zieht, wie Bernd Lohse erläuterte.

 Die weiteren Pläne der Neumünsteraner Polizei sehen auch eine Station in der Innenstadt mit 13 Planstellen vor. „Nah am Bürger, vielleicht am Großflecken oder in der Lütjenstraße“, so Lohse. Der Antrag liegt dem Innenministerium vor. Stefan Studt sprach von „positiven Signalen in meinem Haus“, und dass sicherlich eine Lösung bis zur Pensionierung von Bernd Lohse gefunden wird. Die Beamten freuten sich. Dass aber der Polizeidirektor schon im März 2017 geht, kam dann vielleicht doch etwas überraschend.

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