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Integration: SPD setzt auf TV und Internet

Kreisparteitag mit Stegner Integration: SPD setzt auf TV und Internet

Für einen öffentlich-rechtlichen TV-Sender und ein Internetportal, die nicht nur Flüchtlingen beim Erlernen der deutschen Sprache und Kultur helfen sollen, macht sich Neumünsters SPD stark.

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Wer deutsche Sprache und Kultur lernen möchte, soll nach den Vorstellungen von Neumünsters SPD künftig im TV und Internet fündig werden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Mit großer Mehrheit stimmte der Kreisparteitag am Donnerstagabend dem Antrag von Helga Hein und Henning Möbius zu, die argumentierten: „Der Schlüssel zur Integration in unsere Gesellschaft ist die Sprache.“ Besagtes Angebot soll abgestufte Kurse in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anbieten, eine spezielle Kindersendung, und Grundlagen der Demokratie wie Gleichberechtigung vermitteln. Mit dem Antrag wird sich jetzt der nächste Landesparteitag beschäftigen.

 Einstimmig nahm der Kreisparteitag den Antrag der Jusos an, in dem der Parteinachwuchs sich für eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Hauptsatzung der Stadt soll so geändert werden, dass in den Fachausschüssen Kinder und Jugendliche zu Themen, die sie betreffen, auch gehört werden. Fraktionschef Uwe Döring sicherte zu, einen entsprechenden Antrag gleich in die Nächste Ratsversammlung einzubringen.

 „Wir müssen teilen, friedlich teilen. Nur dann kann die Welt in Wohlstand leben“, sagte in seinem Grußwort zum Parteitag, der unter dem Thema Gerechtigkeit stand, der Landes- und stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner. In puncto Mindestlohn werde es für die SPD „keine Ausnahmen für Flüchtlinge oder sonst wen“ geben.

 Volker Andresen hatte eingangs an die Wiedergründung des SPD-Kreisverbandes Neumünster nach dem Nazi-Regime erinnert: Am 18. November 1945 hatten sich 372 Sozialdemokraten „in ihren besten Anzügen, das weiß ich noch von meinem Onkel“ abends im sogenannten „Erholungsraum“ der Tuchfabrik Simons versammelt.

 „Als Mitgliedsbeitrag zahlten Männer damals 50 und Frauen 25 Pfennige. Auch die alte Parteifahne hatte überlebt. Sechs Monate später waren es schon 600 Mitglieder“, berichtete der stellvertretende Kreisvorsitzende. „Damals hat Neumünster, obwohl die Stadt zu 40 Prozent zerstört war, 32000 Flüchtlinge und Vertriebe aufgenommen“, gab Andresen zu bedenken angesichts der eventuellen Zahl von 1500 Flüchtlingen, die Neumünster ab dem nächsten Jahr auf Dauer aufnehmen muss.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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