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Dem Konsum auf der Spur

Interaktive Ausstellung Dem Konsum auf der Spur

Eine interessante Alternative zur Shopping-Tour ist bis zum 25. Juni ein Besuch im Museum Tuch + Technik in Neumünster. Denn dort wird die Wanderausstellung Konsum Kompass gezeigt.

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Überdimensional große Papiertüten markieren die einzelnen Stationen der interaktiven Ausstellung „Konsum Kompass“, die bis zum 25. Juni im Museum Tuch+Technik gezeigt wird.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Es geht nicht darum, das Einkaufserlebnis schlecht zu reden. Die Besucher sollen sich jedoch mit nachhaltigerem Konsum und umweltfreundlichen Lebenstilen auseinandersetzen. Jeder kann mitmachen: Umwelt schonen, Rohstoffe sparen, faire Arbeitsbedingungen unterstützen – das geht ganz einfach. Der erste Schritt ist der in die interaktive Ausstellung, wo es Tipps, Wissenswertes und etwas zu tauschen gibt.

 Wie viele Handys liegen in Deutschland ungenutzt in Schubladen? 10,8 Millionen, 50,2 Millionen oder 85,5 Millionen? Die Lösung ist in der Ausstellung zu finden. Auch, dass damit mehr als zwei Tonnen Gold im Wert von 74 Millionen Euro in den Schubladen schlummern, denn in den Handys verbergen sich seltene Metalle. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Umweltbundesamt haben die Ausstellung konzipiert, in der spielerisch in überdimensionalen Einkaufstüten, durch Türspione, im Modellhaus, hinter Klapptafeln, mit Produktscannern, im grünen Reisebüro oder in der Jeansstation die globalen Zusammenhänge des eigenen Konsumverhaltens erforscht werden können.

 Woher stammt die Jeans oder das Handy, wer stellt sie aus welchen Rohstoffen unter welchen Bedingungen her? Wie könnte man umweltfreundlicher mobil sein? Die Ausstellung ist breit gefächert und deckt Kosumbereiche wie Bauen, Wohnen, Beleuchtung, Reisen, Mobilität, Kleidung und Technik ab. Insgesamt sind im Museum 16 Mitmachstationen aufgebaut. Dabei werden besonders Schüler und Jugendliche angesprochen. Die aufgebauten Silhouetten der Konsumenten am Eingang spiegeln aber auch Erwachsene wider: Jeder konsumiert, jeder findet Tipps und Anregungen. „Wir leben völlig über unsere Verhältnisse“, sagt Martin Schulte von der DBU.

 Wenn etwas neu gekauft werden soll, helfen Einkaufsratgeber und Label, im Warendschungel den Überblick zu behalten. Ob Blauer Engel oder Fairtrade-Siegel, die Ausstellung zeigt, welche Label es gibt. Unter dem Motto Nutzen statt Besitzen, Tauschen statt Kaufen oder Mieten und Leihen präsentiert der KonsumKompass auch Alternativen zum Neukauf. Und es gibt eine Tauschbörse. Besucher können einen Gegenstand mitbringen und Sonnenbrille, Buch, Spiel oder Kerzenständer gegen alte Schätze eintauschen.

 Info: Museum Tuch und Technik: Informationen zum Rahmenprogramm zur Ausstellung (Lehrerfortbildungen, „faire Modenschau“, Kleidertauschbörse oder Oma-Opa-Enkel-Tag) gibt es im Internet unter www.tuchundtechnik.de; Das Museum ist dienstags bis freitags von 9-17 Uhr, sonnabends und sonntags von 10-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, für Kinder ab sechs Jahren 3 Euro.

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