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„Wir müssen noch mutiger werden“

Internationaler Frauentag „Wir müssen noch mutiger werden“

Es wurde getanzt und geklatscht, gelacht und geredet: Rund 100 Besucher feierten am Dienstag den Internationalen Frauentag im Foyer des Neumünsteraner Rathauses. Auch ein paar Männer waren dabei. Zum Beispiel Ewald Steenblock. Er gewann er den Foto-Wettbewerb „Frauenbilder“.

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Platz 1 beim Fotowettbewerb „Frauenbilder“ machte Ewald Steenblock (links), Platz 3 ging an Martina Möller (rechts). Sabine Bröcker (Zweite von links) und Michaela Zöllner von der Gleichstellungsstelle der Stadt gratulierten beiden. Renate Krumbolz, die mit ihrem Foto ebenfalls gewann, war nicht anwesend.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. „Frauenbilder sind so vielfältig, wie wir Frauen es sind“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte Michaela Zöllner. Es sei viel erreicht worden, dennoch müsse ein kritischer Blick auf das gerichtet werden, was sich noch ändern müsse, um wirklich Gleichberechtigung zu erreichen. „Wir müssen noch viel mutiger werden“, sagte sie.

 Mutige Fotos sind in den kommenden zwei Wochen im Rathaus-Foyer zu sehen. Eine Wanderausstellung aus Graz zeigt „Alternative Frauenbilder“. Provokant und befreiend setzen sie sich mit dem Thema Alter auseinander. Vilja Neuwirth, eine pensionierte Lehrerin aus Österreich, zeigt außerdem Fotografien von Frauen aus aller Welt. Und dann sind Bilder aus dem Wettbewerb der Gleichstellungsstelle ausgestellt.

 66 Einsendungen hat es gegeben, die Fotografen sind 15 bis 76 Jahre alt, Frauen und Männer aus Neumünster und dem Umland. „Eine riesengroße Spannbreite der Bevölkerung“, freute sich Michaela Zöllner. Platz Eins des Wettbewerbs teilen sich zwei Fotografen: Ewald Steenblock mit einem Kugelpanorama-Bild. „I have a dream“ zeigt seine Enkelin Lea, die sich „verträumt in ihrer Neumünsteraner Welt dreht“, so Anna Katharina Rowedder. Steenblock hatte verschiedene markante Gebäude aus der Innenstadt einzeln fotografiert, dann ausgeschnitten und dann am Computer um das Mädchen herum platziert.

 Ebenfalls Platz Eins belegte Renate Krumbholz mit einem Porträt, dem sie den Namen „Stolz“ gegeben hat. „Im Gesicht sieht man das Leben“, sagte Laudatorin Dorothea Jahner. „So kann Leben gelingen, dazu braucht man Stolz“, interpretierte sie. Auf dem dritten Platz landete Martina Möller mit „Vis a vis“. Sie fotografierte in einen Spiegel und lichtete über diesen Umweg spontan sich und ihre Urlaubsgruppe ab. „Das Bild spiegelt wunderbar Frauenbilder wider“, lobte Iris Meyer.

 Umrahmt von Musik der Gruppe Coeur Balla, die Stück für Stück das Publikum mehr begeisterte und im Laufe des Abends manchen Besucher sogar zum Mittanzen animieren konnte, wandelten die Gäste durch die Ausstellung, informierten sich aber auch über die Schreibwerkstatt, die sich seit inzwischen zwölf Jahren regelmäßig im Rathaus trifft und Kurzgeschichten, Gedichte, Haikus oder Limericks verfasst. „Schreiben bringt ungeheuer viel Spaß“, animierte Hildis Schleifer zum Mitmachen.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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