7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Peter Meinke ist neuer König

Jacoby-Bürgergilde in Neumünster Peter Meinke ist neuer König

Wachwechsel bei der Jacoby-Bürgergilde seit 1578: Beim Vogelschießen auf dem Schießplatz im Tierpark legte gestern um 18.15 Uhr Thorsten Wandelt zu dem 4812. und entscheidenden Schuss mit dem Kleinkalibergewehr auf den Holzvogel an. Wandelt hatte damit Peter Meinke zum König geschossen

Voriger Artikel
Angehörige können Gefangene via Skype besuchen
Nächster Artikel
ADFC feiert 25. Gründungstag

Peter Meinke (Mitte) ist der neue König der Jacoby-Bürgergilde. Er wird von Hartmut Grund (links) und Michael Rieken zur Proklamation ins Festzelt getragen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Der Königsschütze hatte gut gezielt, die nach über sechsstündigem Schießen verbliebenen Reste des Holzadlers stürzten aus dem Fangkorb. Wandelt bekam stürmischen Applaus. Der neue König Peter Meinke wurde auf den Schultern von den beiden Gildebrüdern Hartmut Grund und Michael Rieken zur Proklamation in das Festzelt getragen.

 Als erster gratulierte ihm König Andreas II. Clausen. „Das ist ein Tag den ich nie vergessen werde“, stammelte die neue Majestät, nachdem er von „Noch-Kapitän“ Fritz Jensen die Königskette überreicht bekommen hatte. Es war für Jensen nach zwölf Jahren an der Spitze der Jacoby-Gilde die letzte Amtshandlung. Nach dem Rückmarsch der Gilde zum Kleinflecken wurde Philipp Oldehus als neuer Gildekapitän vereinigt. Einstimmig war der Neumünsteraner Konditormeister, wie berichtet, bei der Generalversammlung am Himmelfahrtstag zum Nachfolger von Jensen gewählt worden, der aus Altersgründen bereits vor zwei Jahren seinen Rücktritt angekündigt hatte.

 „Wir haben gemeinsam in den Jahren meiner Amtszeit wesentliche Schritte einleiten können, um unsere Gilde zukunftsfähig zu machen“, schaute Jensen bescheiden auf seine Amtszeit zurück. Er habe das große Glück gehabt, mit Alwin Brandt einen Vorgänger gehabt zu haben, der das Gildeleben nachhaltig geprägt hat. „Das Haus war bestens bestellt“, richtete der scheidende Kapitän seinen Dank an Brandt. Besonders habe es ihn gefreut, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt in den Jahren wesentlich enger geworden sei. Die Eröffnung des Gildetrauerfeldes auf dem Südfriedhof vor drei Jahren sei für ihn einer der Höhepunkte seiner Amtszeit gewesen, bekannte Fritz Jensen. Seinem Nachfolger werde er nicht in die Amtsgeschäfte reinreden. „Wenn Philipp es möchte, stehe ich ihm natürlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, versprach Jensen.

 Der Gildetag begann bereits um 6 Uhr mit dem Antreten am Caspar-von-Saldern-Haus. Es ging danach mit Marschmusik von der Eutiner Schützenkapelle zum Haus von König Andreas Clausen. Punkt 8 Uhr versammelten sich die Gildebrüder in der Vicelinkirche zur Betstunde mit Propst Stefan Block in der Vicelinkirche. Beim anschließenden Appell auf dem Kleinflecken wurde Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger eine besondere Ehre zu teil. Sie wurde zur Marketenderin ernannt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3