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Es ist „ein Traum“

Neumünster Es ist „ein Traum“

Die ehrwürdige Bürgergilde zu Neumünster, die Witten Büxen, hat eine neue Majestät. Beim traditionellen Vogelschießen im Tierpark legte Jürgen Bartram um 18.22 Uhr mit dem Kleinkalibergewehr auf die Reste des Holzvogels an, traf und wurde nach dem Meisterschuss von den Brüdern der Gilde als neuer König begeistert gefeiert. Die kühlen Temperaturen konnten den Gildebrüdern den Spaß nicht verderben.

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Der neue König der Bürgergilde zu Neumünster, Jürgen Bartram, wird von Günter Eckert (links) und Sören Winkler zum Festzelt getragen

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Für mich ist ein Traum wahr geworden“, freute sich der der glückliche neue König. Sein Vorgänger Heiner I. Schulz-Hildebrandt gehörte zu den ersten Gratulanten. Über 80 Gildebrüder beteiligten sich an dem Vogelschießen, das im jährlichen Wechsel mit der Jacoby-Bürgergilde traditionell am Mittwoch nach Pfingsten ausgetragen wird.

 Mit zwei Kleinkalibergewehren, die auf Lafetten montiert waren, war seit dem späten Vormittag bei wenig frühlingshaften Temperaturen auf den in elf Metern Höhe in einem Fangkorb montierten Holzvogel angelegt worden. „Die Distanz beträgt rund 15 Meter“, erklärte Gilde-Capitain Ulf-Christian Mahlo. Bis zur Mittagspause hatte der Vogel bereits seine Klauen und Teile der Flügel eingebüßt. Am Nachmittag wurde dann mit unterschiedlicher Munition geschossen. „Je nach Zeitfaktor müssen wir das Zerlegen des Vogels bremsen oder beschleunigen“, erklärte Schieß-Offizier Werner Bach. Es gehört zu Tradition der Bürgergilde, zu versuchen, dass gegen 18.30 Uhr der Königsschuss fällt. Je weniger im Verlauf des Schießens vom Vogel im Fangkorb hing, desto geringer wurde auch die Zahl der aktiven Schützen. „Wer nicht König werden will, der hört rechtzeitig auf“, begründete Capitain Mahlo. Die wachsende Schar der „Reservisten“, wärmte sich im Festzelt auf und vergnügte sich an geistigen Getränken.

 Der Tag hatte für die Gildebrüder bereits am frühen Morgen beim Antreten auf dem Kleinflecken an der Gilde-Eiche mit einer Überraschung begonnen. Spaßvögel der Jacoby-Bürgergilde hatten die beiden Stämme der Eiche mit einer weißen Hose ausstaffiert und ihr Gildeemblem daran befestigt. „Ich habe keine Ahnung, wer das gewesen ist“, schwor lachend Jacoby-Kapitän Fritz Jensen.

 Danach ging es zu Betstunde in die Vicelinkirche mit Propst Stefan Block. Seine humorige Ansprache rund um das Thema Bier wurde von den Gildebrüdern mit fröhlichem Gelächter honoriert. Danach ging es per Festumzug und angeführt vom Spielmannszug Jevenstedt durch die Innenstadt zum Jugendspielplatz und weiter mit Bussen zur Vogelwiese im Tierpark. Punkt 11 Uhr wurde das Schießen eröffnet.

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