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Diskussion lieferte Geprächsstoff

Jürgen Grässlin in Neumünster Diskussion lieferte Geprächsstoff

Jürgen Grässlin aus Freiburg, einer von drei Sprechern der Kampagne Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, sorgte bei seinem Vortrag mit anschließender Diskussion am Freitagabend in der Buchhandlung Krauskopf am Großflecken in Neumünster für ordentlich Gesprächsstoff.

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Jürgen Grässlin klärte seine Zuhörer über die Machenschaften der Waffenindustrie auf.

Quelle: Veronika Sawicki

Neumünster. Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Politik und Waffen-Lobby, Verstöße gegen das Grundgesetz durch die Bundesrepublik Deutschland sowie der Zusammenhang zwischen Flüchtlingskrise und deutschen Waffenexporten: „Durchschnittlich alle 13 Minuten stirbt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer Waffe von Heckler & Koch“, erläutert Jürgen Grässlin den Zuhörern seine Berechnungen. Bisher seien so zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen – eine schwindelerregend hohe Zahl. Damit sei das deutsche Rüstungsunternehmen das tödlichste Unternehmen Europas. Ein Raunen geht durch das Publikum.

Jürgen Grässlin ist ein Friedensaktivist in jeglicher Hinsicht: Er ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros, außerdem unter anderem Mitglied von amnesty international.

Sein Leben hat er dem Kampf gegen die Rüstungsindustrie verschrieben. Er kämpft aber auch für die Demokratie und will Kriegsopfern eine Stimme geben. Der Lehrer und Autor redet deshalb nicht um den heißen Brei, wenn es um deutsche Waffenexporte geht. Er ist direkt und polarisiert. Knallharte Fakten, mühevoll recherchiert mit Hilfe von Whistleblowern und Kriegszeugen, bereitet der Pazifist in seinen Publikationen auf.

Aus zweien davon, Netzwerk des Todes und Schwarzbuch Waffenhandel, präsentierte der 58-Jährige den Neumünsteranern einige Ergebnisse seiner Recherchen. „Ich finde die Arbeit von Herrn Grässlin mutig. Und ich fühle mich bestätigt“, meinte Martin Meißner, einer der rund 60 Gäste. „Manches wusste ich noch nicht. Solche Veranstaltungen sind wichtig“, sagte Zuhörer Volker Petersen.

Die Lesung organisierte das Friedensforum Neumünster, eine Bürgerinitiative der Friedensbewegung.

Weitere Informationen: www.friedensforum-nms.blogspot.de und www.juergengraesslin.com

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Veronika Sawicki

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