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Mit Tempo über die Plane geglitscht

Jugendcamp Neumünster Mit Tempo über die Plane geglitscht

Nachtwanderungen, Lagerfeuer und Seifenrutsche beim neunten Jugendcamp des Karnevalclubs CC Stadtgarde Neumünster: 120 Kinder und Jugendliche campten mit 15 Betreuern in großen Zelten. Kein Handy, keine Süßigkeiten, dafür viel Sonne und Spaß an der frischen Luft.

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Bei Sommerwetter ein Genuss: Die Kinder rutschten quietschend über die Planen.

Quelle: Frank Scheer

Neumünster. Ohne Handy und Süßigkeiten – geht das in der Altersgruppe der Fünf- bis 15-Jährigen? „Das funktioniert“, bilanzierte Karsten Rüchel, Vorsitzender des Karnevalclubs CC Stadtgarde Neumünster, nach dem neunten Kinder- und Jugendcamp. 120 Kinder und 15 Betreuer übernachteten in Zelten auf dem Gelände des TS Einfeld und erlebten von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag ein tolles Wochenende.

„Klar, einige Kinder haben ihr Handy mit – für den Notfall in der Tasche. Aber wir wollen nicht, dass damit über den Platz gelaufen wird und andere Dinge unwichtiger werden. Und die Kinder halten sich daran“, so Rüchel. An Abwechselung mangelte es nicht. Nachtwanderungen, Workshops und entspannende Momente am Lagerfeuer standen an. Bei hochsommerlichen Temperaturen war das Wasserrutschen auf dem Sportplatz der Renner: Vor Freude quietschend rutschten alle Altersgruppen über die ausgelegten Planen. Philipp Rusch von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte sorgte fürs Nass. Jessika Schmitt vom Betreuerteam machte die Unterlagen mit Spülmittel besonders rutschig. Nach einer guten Stunde waren die 1900 Liter aus dem Tanklöschfahrzeug verbraucht – aufgetankt stand der Wagen nach kurzer Zeit wieder an Ort und Stelle.

In den letzten acht Jahren wurde das Lager, das zum Ferienprogramm der Stadt gehört, immer auf dem Gelände von Gut-Heil aufgeschlagen. „Das ging nun nicht mehr. Das TSE-Gelände ist aber super“, erzählte Rüdiger Schmitt, 2. Vorsitzender der Stadtgarde. Der 40-Jährige gehörte mit zum Betreuerteam, das ehrenamtlich das Lager leitete. „Das Lächeln der Kinder ist Lohn genug.“ Für 20 Euro Teilnehmerbeitrag kann die Stadtgarde den Kindern dank vieler Sponsoren das Programm, ein T-Shirt und Vollverpflegung bieten. In den Zelten herrscht geordnetes Chaos. Auffällig: Jungs haben deutlich weniger mit. Unterlage und Schlafsack sowie seine kleine Tasche zeigte der elfjährige Felix. Sein Freund Cedrik hat statt Luftmatratze einen Sitzsack angeschleppt. Die Jungs freuten sich besonders auf den Fußball-Workshop

Das Küchenteam setzt sich aus Vereinsmitgliedern und Freiwilligen zusammen. Sonnabendmittag gab es die für Zeltlager typischen Nudeln mit Hackfleischsoße. Auf Obst und Gemüse legte man großen Wert – einmal am Tag gibt es Eis. „Wir sind für alles Ansprechpartner, auch mal Seelentröster“, berichteten die Damen. Manchmal ist Heimweh ein Problem. In der Nacht auf Sonnabend gab es einige Fälle. „Da wird kein Trubel veranstaltet. Die Eltern holen ihre Kinder ab und bringen sie morgens wieder“, so Rüchel.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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