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Schüler simulieren die Bundestagswahl

Juniorwahl in Neumünster Schüler simulieren die Bundestagswahl

Zweimal geklickt und fertig. 250 Schüler haben in der Freiherr-vom-Stein Schule in Neumünster am Laptop ihre Stimme abgegeben. Die Juniorwahl ist ein Projekt unter Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Die Aktion soll eine echte Wahl simulieren und politisches Interesse erregen.

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Bei der Juniorwahl gibt Frederik Hoke (14) seine Stimme online ab.

Quelle: Fatima Krumm

Neumünster. Rund 250 Jugendliche haben am Donnerstag in der Freiherr-vom-Stein Schule in Neumünster ihre Stimme abgegeben. Die Acht- bis Zehntklässler nahmen an der Juniorwahl teil, eine Aktion, die unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert steht. Die Wahlsimulation soll den Meinungsbildungsprozess fördern und die Wahlbeteiligung erhöhen.

Um den Ablauf genau zu simulieren, halten sich die Schüler an die Regeln. Die Wahlbenachrichtigungen wurden Tage zuvor in den Klassen verteilt. Beim Wahlkomitee müssen sich die Schüler dann registrieren lassen. Anschließend erhalten sie eine Transaktionsnummer, denn: In den Wahlkabinen wartet nicht etwa die altbekannte Wahlurne, sondern Laptop und Tablet stehen für die Schüler bereit. Ein Novum, das Vorreiter für kommende Bundestagswahlen sein könnte. Die Wahlmaske sieht genauso aus, wie die analogen Stimmzettel.

„Zweimal geklickt und fertig“, beschreibt Frederik seinen Wahlvorgang. Sich zu entscheiden fiel dem 14-Jährigen nicht mehr schwer. „Ich habe vorher Zeitung gelesen und TV-Duelle geguckt.“ Auch wenn seine Stimme nicht den Bundestag beeinflusst, ist er froh, wählen zu dürfen. „Ich finde das gut, weil wir so schon einmal üben können und uns mit den Parteien auseinandersetzen.“

Alexander Rolfs, Lehrer für Wirtschaft und Politik, hat die Wahlsimulation an die Gemeinschaftsschule geholt. So will er die Schüler näher an die Politik heranführen. „Es ist ein Übungsprozess, mit dem wir die Teilnahme am politischen Geschehen fördern.“ Im Unterricht haben sich die Jugendlichen intensiv mit den Parteiprogrammen befasst.

Wie die Schüler gewählt haben, wird erst am Montag bekannt gegeben.

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