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Stab bewältigt Erdbebenkrise

Katastrophenschutz Stab bewältigt Erdbebenkrise

Erdbeben in Baden-Würtemberg: Der Katastrophenführungsstab der Stadt Neumünster probte jetzt an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler den Krisenfall.

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Julia Waterstradt führt die Lagekarte. Der Stab aus Neumünster übt für den großen Krisenfall mit dem Einsatz von allen denkbaren Rettungskräften.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Das Szenario war heftig: Am frühen Morgen erschüttert ein Erdbeben den Oberrheingraben mit der Stärke 6,8 auf der Richterskala. Schwerste Verwüstungen richtet das Beben im gesamten Ortenaukreis an. In dem Gebiet leben über 200000 Menschen. Es wird mit rund 1000 verschütteten Personen, 300 Toten, 15000 Verletzten und 100000 Obdachlosen gerechnet. Strom- und Wasserversorgung sind zusammengebrochen. Die örtlichen Rettungskräfte sind nicht mehr einsatzfähig. Obendrein ist der Rheindamm an einer Stelle gebrochen, und Teile des Kreises werden von den Wassermassen überschwemmt.

Der Führungsstab, der sich auch im Ernstfall aus hauptamtlichen Mitarbeitern der Verwaltung, des Fachdienstes Feuerwehr und Rettungsdienst, der Polizei und Ehrenamtlern aus den Bereichen THW, Regie-Einheiten (Katastrophenschutz) und Brandschutz zusammensetzt, war mit 17 Akteuren zu der fünftägigen Übung angereist. „Sinn ist es, unsere Abläufe im Stab zu überprüfen und neue Mitglieder in die Führungsarbeit zu integrieren“, erklärte der Chef der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke, der gleichzeitig Chef des Stabes ist.

An den Übungstagen wurde jeweils vier Stunden in Echtzeit das Szenario unter realistischen Bedingungen in einem technisch dafür extra eingerichteten Stabsraum abgearbeitet. Es wurden fiktiv aus dem gesamten Bundesgebiet Rettungskräfte angefordert, die dafür notwendigen Bereitstellungsräume eingerichtet, die Versorgungslogistik organisiert und die Evakuierung der Bevölkerung vorbereitet.

An den Nachmittagen gab es dann Manöverkritik von Übungsleiter Mario Rosenkranz: „Sie sind der erste Stab, der diese Übung bis zu diesem Zeitpunkt wirklich erfolgreich beherrscht.“ Auch Sven Kasulke, der die taktische Leitung Stefan Hennig von der Berufsfeuerwehr überlassen hatte, war voll der Anerkennung. „Ich danke euch, dass ich das miterleben durfte“, freute sich Kasulke zum Abschluss.

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