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Kein Durchkommen für rechte Demonstranten

Großeinsatz der Polizei Kein Durchkommen für rechte Demonstranten

Eine angemeldete Anti-Flüchtlings-Kundgebung der rechten Szene auf dem Kantplatz in Neumünster hat am Sonnabend für ein Großaufgebot der Polizei gesorgt. Den 80 Teilnehmern standen 300 Gegendemonstranten gegenüber, zudem versammelte sich das Bündnis gegen Rechts zu einer Demo.

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 In Neumünster bildete sich eine breite Front gegen die rechtsgerichtete Demonstration.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Bereits gegen 11.30 Uhr hatten sich rund 300 Demonstranten der linken Szene zu einer Gegenkundgebung auf dem Postparkplatz am Neumünsteraner Bahnhof versammelt. Von starken Polizeikräften begleitet, zogen sie zum Kantplatz. Dort hatte die Polizei sämtliche Zufahrtsstraßen und Schleichwege direkt am Platz abgeriegelt. Zum Ort der Kundgebung der rechten Szene, zu der rund 80 Teilnehmer gekommen waren, gab es kein Durchkommen.

Allerdings war damit auch später angereisten Demonstranten der rechten Szene der Zugang zur Kundgebung verwehrt. „Das ist gesetzeswidrig“, beschwerte sich der bekannte Hamburger Neonazi, Thomas Wulff, bei der Polizeieinsatzleitung. Er kündigte an, dass ab sofort jeden Monat in Neumünster gegen die Asylpolitik der Bundesregierung demonstriert werde.

Hier sehen Sie Bilder von der Demo in Neumünster am 16.01.2016

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Im Bereich des Kreisverkehrs an der Stegerwalder Straße hatten sich rund 100 Bürger des Bündnis gegen Rechts zu einer Demonstration versammelt. „Wir werden dem rechten Mob nicht die Straße überlassen“, meinte dessen Sprecher Christoph Ostheimer.

Dank der großen Polizeipräsenz kam es zu keinen nennenswerten Vorfällen. Es wurden diverse Platzverweise erteilt, zudem gab es Gewahrsamnahmen wegen Sachbeschdädigung (1x) und Landfriedensbruch (2x). Präventiv waren zwei Wasserwerfer auf dem Platz stationiert worden. Sie kamen aber nicht zum Einsatz. Gegen 16.30 Uhr löste sich die Kundgebung auf dem Kantplatz auf. 

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Gerüchte zur rechten Demo
Foto: Nach der Demonstration in Neumünster kursierten Gerüchte im Netz, dass angeblich ein Mensch gestorben sei.

Eine Anti-Flüchtlings-Demonstration in Neumünster mit rund 300 Gegendemonstranten sorgte für Unruhe in den Sozialen Netzwerken: Angeblich sei einer der Demonstranten durch Mitglieder der Antifa lebensgefährlich verletzt worden und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Das Problem: Diesen Toten hat es nie gegeben.

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