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In Neumünstrum ist elternfreie Zone

Kinderstadt Neumünster In Neumünstrum ist elternfreie Zone

Elternfreie Zone in Neumünster: In der Kinderstadt Neumünstrum tummeln sich 243 junge Stadtbewohner, die in Eigenregie die Verwaltung, das Kino oder die Zeitung betreiben. Offizieller Besuch am Mittwoch: Oliver Dörflinger, der Stadtrat von Neumünster, wollte sich Einblick verschaffen.

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Stadtrat Oliver Dörflinger (von links) beim Antrittsbesuch im Rathaus der Ferienstadt Neumünstrum, in der Stadtrat Jakob Schüler, Bürgermeister Lasse Zöllner und Stadträtin Hannah Gardthausen das Sagen haben, im Hintergrund Stephan Beitz, Neumünsters Pressesprecher.

Quelle: Sven Detlefsen

Neumünster. Offizieller Antrittsbesuch: Neumünsters Stadtrat Oliver Dörflinger traf am Mittwoch vor dem Rathaus der Ferienstadt Neumünstrum seinen jungen Stadtrat-Kollegen Jakob Schüler, außerdem Bürgermeister Lasse Zöllner und Stadträtin Hannah Gardthausen, die in der Kinderstadt das Sagen haben. Stephan Beitz, Neumünsters Pressesprecher, begleitete Dörflinger, der als Ersatz für den erkrankten Oberbürgermeister in der „elternfreien Zone“ seine Aufwartung machte.

 Die Ferienstadt hat seit Wochenanfang ihre Zelte, Häuschen, Stände und Wagen auf dem Gelände der ehemaligen Sieck-Kaserne an der Werderstraße aufgeschlagen. 234 Kinder und Jugendlich machen bei dem Projekt mit. Neumünstrum hat eine Bank, Polizei, Werkstätten, Arbeitsamt, Tierpark, Kino, Theater, Freizeitpark, Müllabfuhr, Gefängnis und den Münzter als eigene Währung sowie die eigene Zeitung, der „Neumünstrum Bote“.

 Wie im richtigen Leben musste sich der Stadtvorstand wählen lassen. Hanna ist die Kämmerin und ließ ihren Kollegen aus dem großen Rathaus am Großflecken in die prall gefüllte Kasse blicken. Jakob hat für seinen Posten als Stadtrat gekämpft, jetzt ist er pleite: „Der Wahlkampf war zu teuer.“ Der angehende Schauspieler, „das werde ich definitiv“, hatte sein Plakat an der Cocktailbar platziert. Bürgermeister Lasse ist ein entspannter Typ und hat die Lage gut im Griff: „Einen Putschversuch kann es immer geben“, befürchtet der 14-Jährige.

 Mit seinem Rathausgefolge hat er gerade eine deutliche Lohnerhöhung in der selbst gedruckten Währung durchgesetzt. Gleichzeitig stiegen aber auch die Steuern, was der Rathaus-Spitze ordentlich Kritik einbrachte. Einige Betriebe müssen 50 Prozent ihrer Einnahmen abtreten. Ganz besonders die Waffelbäckerei, die angesichts ihrer immensen Einnahmen kurz vor der Machtübernahme stand. Bis Freitag geht die erste Neumünstrum-Runde weiter. In der kommenden Woche gibt es eine neue Besetzung.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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