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Kirchenwahlen am 1. Advent

94 Gemeinderäte gesucht Kirchenwahlen am 1. Advent

Exakt 35465 Neumünsteraner dürfen am 1. Advent wählen gehen. Elf evangelisch-lutherische Gemeinden brauchen 94 Kirchengemeinderäte. Die Situation in den Gemeinden sieht dabei ganz unterschiedlich aus.

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Die Gemeinde der Vicelinkirche hat ganz besondere Bedingungen: mehr Kandidaten als Plätze im Gemeinderat und einen Männerüberschuss.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Ein Kandidat oder eine Kandidatin fehlt uns noch“, stellt Pastor Hans-Christian Hübscher fest. Er ist überzeugt: „Wir haben hier zwar viele engagierte Christen, aber sich für ganze sechs Jahre einer Amtszeit zu binden, das ist für viele dann doch schwierig.“ Wobei es in Ausnahmefällen länger dauern kann. „Die vergangene Amtszeit wurde wegen der Neugründung des Kirchenkreises im Jahr 2009 sogar verlängert“, erinnert Stefanie Rasmussen von der Pressestelle.

 Auf Kandidatensuche ist auch Bugenhagen, wo viele „Altgediente“ diesmal nicht mehr zur Verfügung stehen. „Das birgt für uns aber auch die Chance auf einen Neubeginn“, findet Pastorin Maike Windhorn-Stolte. Allerdings ist Böcklersiedlung-Bugenhagen ein Stadtteil, in dem viele Menschen zu- und wieder wegziehen, eben einfach mobil sind. „Da wachsen die Kandidaten nicht mal eben auf den Bäumen.“

 In den neun übrigen Gemeinden sind die Kandidatenlisten komplett. Vicelin in der Innenstadt registriert sogar den Luxus, dass 13 Menschen für die zehn Plätze antreten, sogar ein stadtweit einmaliger Männerüberschuss besteht. Übrigen schwankt die Anzahl der Kirchengemeinderäte. Zwar gibt es eine vorgeschriebene Mindestanzahl, aber es darf auch gern aufgestockt werden. Davon macht die Johannesgemeinde in Wittorf Gebrauch: künftig zehn statt neun. „Eine runde Zahl macht einfach mehr Sinn“, sagt Pastor Hajo Peter. Einige Räte gehen sogar in die dritte Amtszeit: „Sie sind in die Aufgabe hineingewachsen, haben eine hohe Identifikation mit der Gemeinde.“

 Gleich 16 Mitglieder wird der neue Rat von Andreas in Tungendorf haben: zwei Pastoren, zwölf gewählte und zwei berufene Mitglieder. „Mit den Berufenen stellen wir sicher, dass zum Beispiel ein Finanzfachmann dabei ist, auch wenn er nicht genügend Stimmen erhalten sollte“, begründet Vorsitzende Birgit Hostrup.

 Propst Stefan Block ruft die evangelisch-lutherischen Christen schon jetzt auf, zur Wahl zu gehen. „Die Gestaltungsmöglichkeiten in den Gemeinderäten sind groß. Statten Sie die Kandidaten durch eine gute Wahlbeteiligung mit einem starken Mandat aus.“ Der Aufruf tut offenbar Not. Denn leider muss auch die Nordkirche eine rückläufige Wahlbeteiligung zur Kenntnis nehmen. Zwar konnte der Kirchenkreis keine direkten Vergleichszahlen nennen, aber die Wahlbeteiligung wurde 2002 auf 14 Prozent und 2008 auf 12 Prozent beziffert. Wobei die Beteiligung im ländlichen Raum höher ist als in den Städten.

 Vielleicht hat die Nordkirche ihren Schäfchen – wählen dürfen alle Kirchenglieder ab 14 Jahren – ja deshalb per Aufdruck auf den Briefen, die jetzt in den Kästen liegen, auch versichert: „Ihre Stimme ist einzigartig!“

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