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„Alles, was ging, rund gemacht“

Kita in der Kirche „Alles, was ging, rund gemacht“

Den offiziellen Einweihungssegen wird Erzbischof Stefan Heße erst am 4. September erteilen, aber schon jetzt füllt putzmunteres Leben die neue Kita St. Bartholomäus. Fazit: gelungene Neunutzung der ehemaligen katholischen Kirche am Faldera-Teich.

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Herzstück im Erdgeschoss ist der runde Empfang mit Rotunden-Bank, auf der Leiterin Christina Just, Anna-Lena Kracht (Mitte) und Manritha aus Indien Platz genommen haben.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Die Kirche war vor fast genau zwei Jahren „profaniert“, die sakrale Nutzung aufgegeben worden. Dann setzte die Diskussion über Umwandlung des Gemeindehauses in eine Senioren-Begegnungsstätte (Umbau läuft noch) und des Kirchenbaus aus dem Jahr 1959 zur Kita ein. Was Gemeindereferentin Julia Weldemann ungemein tröstet: „Alle kirchlichen Einrichtungsgegenstände haben eine neue Heimat gefunden: die Orgel in Halstenbek, Tabernakel und Kreuzweg-Bilder in einem polnischen Krankenhaus.“

 Der runde Grundriss der St. Bartholomäus-Kirche, deren Schutzpatron nun im Entrée hängt, hat der Kita einen ganz besonderen Charme verliehen. Runder Empfang mit Couch-Rotunde in der Mitte. „Wir haben alles, was ging, rund gemacht. Nur neue runde Fenster im Erdgeschoss konnten wir uns nicht leisten“, erklärt Weldemann.

 Ebenerdig sind die Räume für die beiden Krippengruppen (à zehn Kids) mit Sanitärbereich mit zwei Wickeltischen und vier Waschbecken und Ruheräumen angeordnet. Im Erdgeschoss ist auch die Familiengruppe (altersgemischt von einem Jahr bis Schuleintritt) untergekommen. Die Elemantargruppe (drei bis sechs Jahre) ist einen Stock höher eingezogen, auf den ehemaligen Orgelboden.

 In den einst extrem hohen Kirchenraum wurde eine Zwischendecke eingezogen, die nun Platz für einen fast kreisrunden Bewegungsraum von 100 Quadratmetern bietet, sehr zur Freude von Chefin Christina Just (30) und acht pädagogischen Mitarbeitern. Das Essen für die kleine Klientel (60 Plätze, wenn alle Gruppen voll sind) liefert noch die Rathaus-Kantine, später die katholische Haupt-Kita St. Elisabeth.

 Die Kosten von 1,35 Millionen Euro haben zur Hälfte die Pfarrei St. Maria-St. Vicelin und das Erzbistum Hamburg gestemmt, die anderen 50 Prozent zahlten Stadt, Land und Bonifatius-Werk. Der Glockenturm soll übrigens als „Garage“ für Kinderwagen genutzt werden. Und bei dem Matsch-Tisch draußen in der Riesensandkiste handelt es sich – um die einstige Altarplatte aus Marmor.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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