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Klassische Gegensätze in den Holstenhallen

Klassikertage Klassische Gegensätze in den Holstenhallen

Gegensätze schließen sich nicht aus bei den Klassikertagen in den Holstenhallen. Während gegen Mittag allmählich die 120 Oldies der Sternfahrt eintrafen, scharte in Halle 5 ein Youngtimer mit futuristischer Ausstrahlung Bewunderer um sich: die „Zeitmaschine“ DeLorean, die 1981/82 in Nordirland gefertigt wurde.

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Michael Wagner mit einem Delorean: Die futuristischen "Überflieger" wurden 1982/82 in Irland gebaut; etwa 50 Exemplare "verirrten" sich tatsächlich nach Deutschland.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Mit der huldigen die Klassikertage dem aktuellen Hype um den Kinofilm „Zurück in die Zukunft“. John DeLorean als Chef der gleichnamigen Motor Company schwebte ein „ethisches“ Auto vor, das dann als Coupé mit einem 2,8-Liter Ottomotor umgesetzt wurde. Nur etwa 50 Exemplare des Typs, der eigentlich für den amerikanischen Markt gebaut wurde, „verirrten“ sich nach Deutschland, berichtet Michael Wagner von Autotechnik Wagner aus Hasloh bei Pinneberg. Den steuern als Spezialisten selbst Kunden aus Neubrandenburg an.

Totale Manta-Begeisterung

Manta, da war doch was? „Der hatte mal einen merkwürdigen Ruf. Aber die doofen Witze von früher sind in totale Begeisterung umgeschlagen“, widersprechen Roland Barleben und Rainer Willhöft unisono. Der 49-jährige Barleben aus Lütjenburg schwört auf seinen Manta A, Baujahr 72. „Der ist 1974 bei Steinmetz umgebaut worden, kurz danach war der Opel-Tuner aus Rüsselsheim pleite.“ Seither hat das Wägelchen 106 statt 90 PS, einen Überrollkäfig und mit 8 mal 13 eindeutig breitere Reifen. 2001 hat Barleben ihn gekauft, „dicke geschweißt“, auf 130 PS hochgezwiebelt und ist damit seit 2003 unterwegs – unter anderem in dem Film „Dorfpunks“.

Das sind die Bilder zu den Klassikertagen in Neumünster.

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Das Schätzchen des 53-jährigen Willhöft aus Ahrensbök hat auch seine Geschichte: Die Grundbauform ist zwar Manta, das Gefährt stammt aber aus einer in Belgien von Hersteller Transeurope Engineering 1974/74 gebauten Serie von angeblich nur 79 Stück. „30 davon kennt man noch“, sagt Willhöft, der seinen TE 2800 1990 kaufte. „Aus Spaß am 6-Zylinder-Fahren. Die haben die 2,8-Liter Maschine vom Commodore in das kleine Auto eingebaut.“

Kaffee-Racer zum Cruisen

Zu den wenigen Zweirädern der Ausstellung gehört die BMW R 60/6, Baujahr 74, von Sven Seemann, die einen Radikalumbau zum Kaffee-Racer erfahren hat. „Das ist eine Szene, die seit Jahren im Kommen ist; die wollen cruisen und cool sein.“ Das geht eben auch mit „bloß“ 49 PS. Seine Maschine ist unverkäuflich. Aber ab Geboten von 25000 Euro könnte er schon schwach werden, gibt der Chef des Autohauses Mirbach & Seemann zu.

Klassikertage Neumünster

Renn- und Rallyewagen, Fahrsimulator, Pflegetipps für alte Schätzchen und mehr gibt es auch am Sonntag noch von 10 bis 17 Uhr in Neumünsters Holstenhallen. 

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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