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Sind die Ulmen standfest?

Kronshagen Sind die Ulmen standfest?

Die Ulmenallee in Kronshagen wird derzeit einschließlich der Gehwege erneuert. Anwohner machen sich Sorgen, dass die acht Ulmen, die dort im Herbst 2001 gepflanzt wurden, den Straßenbau nicht überstehen.

Für die Einfassungen auf dem Gehweg wurden Wurzeln gestutzt. Ein Gutachter soll jetzt die Folgen klären.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Die Gemeinde stoppte in der vergangenen Woche die Arbeiten im Bereich der Bäume. Am Montag war Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB)und einem Baumsachverständigen.

 „Ich fürchte, dass die Standfestigkeit der Bäume auf Dauer nicht mehr gegeben ist“, sagte Maria Wagner. Die Biologin wohnt in der Ulmenallee und hatte bemerkt, dass auch die größeren Wurzeln der Bäume durch die Vorbereitungen für die Einfassungen beschädigt und teilweise gekappt worden waren. Der Raum für die Bäume sei zu klein gewählt. Durch die fehlenden Wurzeln würden sie nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Bauüberwacher Gerd Schimming vom Büro EDS-Planung verwies allerdings darauf, dass ordnungsgemäß im Bereich der Bäume nur mit Handschachtung gearbeitet worden sei.

 „Es liegt nahe, dass Wurzeln beschädigt wurden, wenn ich sehe, wie tief hier ausgeschachtet wurde“, sagte Karsten Breier, Baumsachverständiger aus Gettorf. Der Wurzelbereich sei auch schon vorher relativ eng gewesen. Die nötigen zwölf Kubikmeter Wurzelraum, die man Ulmen heute einräume, seien in dieser Situation aber nicht herzustellen. „Eine zweite Chance sehe ich darin, dass man den Wurzelbereich freilegt und dort Substrat einbringt, in dem sich die Wurzeln entwickeln können.“

 „Die Verwendung von Substrat war ohnehin geplant“, sagte Bauamtsleiter Hauke Stelter. Vom Ergebnis des Baumsachverständigen, mit dem er in einer guten Woche rechne, hänge ab, ob dieses noch großflächiger als geplant erfolge.

 Auch die Vorschäden der Bäume soll der Sachverständige prüfen. „Es ist schade, dass diese Untersuchungen der Bäume nicht vor Beginn der Arbeiten erfolgt sind, um besser planen zu können“, sagte Sandra Kircher von der UNB. Für sie sei die Frage entscheidend, ob die Bäume verkehrssicher sind. Wenn ja, dann müssen sie erhalten werden, falls nicht, dann müsste ein Fällantrag gestellt und die Bäume ersetzt werden. Durch die Prüfungen werde sich die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes rund eine Woche verzögern, teilte die Gemeinde mit.

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