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Mit Spaß die deutsche Sprache lernen

Kronshagen Mit Spaß die deutsche Sprache lernen

Kinder mit Migrationshintergrund sollen schneller die deutsche Sprache lernen. Das muss nicht immer in der Schule geschehen, sondern auch außerhalb.

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Auch der Besuch im Freilichtmuseum Molfsee diente den Grundschülern aus Kronshagen dazu, die deutsche Sprache zu lernen und mehr Gemeinschaftssinn zu entwickeln.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Das Bildungsministerium hat dafür den Wohlfahrtsverbänden 1,5 Millionen Euro im Land zur Verfügung gestellt, damit diese Sprachprojekte anbieten können.

 In einem solchen Projekt waren jetzt 20 Schüler der Brüder- Grimm-Schule Kronshagen mit dem Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt eine Woche lang unterwegs. „Wir waren in Gettorf im Tierpark, an der Schleuse in Holtenau und im Schifffahrtsmuseum“, erzählte Loza aus Äthiopien am Donnerstag beim Besuch des Freilichtmuseums in Molfsee. Die Achtjährige ist schon seit zwei Jahren in Deutschland und hat die Sprache sehr gut gelernt. „Wenn man sich unterhalten kann, ist Vieles einfacher, dann kann man auch besser Freunde finden.“

 Die Gruppe, die mit drei Betreuern unterwegs ist, ist bunt gemischt. Sieben verschiedene Muttersprachen haben die Kinder. 13 von ihnen haben einen Migrationshintergrund, sechs sind Flüchtlinge. Einige sprechen die Sprache gar nicht, andere verstehen ein paar Worte und manchen merkt man kaum an, dass sie die Sprache erst seit Kurzem lernen.

 „Wenn ich was nicht verstehe, dann frage ich nach“, sagte Charleen (7), für sie ist es kein Problem, sich mit ihren ausländischen Mitschülern zu unterhalten. Irgendwie verstehe man sich immer und wenn man es am Ende mit Händen und Füßen erkläre. „Für die Kinder ist es wichtig, voneinander zu lernen und Spracherfahrungen ganz außerhalb des Drucks von Schule und Noten zu machen“, sagte Lehramtsstudentin Amke Swieter. Da seien die Hemmungen viel geringer. „Gleichzeitig wollen wir den Kindern ihre Umgebung zeigen, ihnen auch praktisch erklären, wie man beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel nutzt“, erklärte Sabine Werner von der betreuten Grundschule.

 Der Spaß stehe in den fünf Tagen klar im Vordergrund. Lernt man damit tatsächlich schneller? „Wir können schon einige Erfolge beobachten“, so Werner. Vor allem die Scheu hätten viele der Kinder abgelegt. Es würden sich untereinander ganz neue Freundschaften bilden. So seien dann auch Kinder mit unterschiedlichen Sprachfähigkeiten in der Freizeit zusammen und könnten gegenseitig voneinander lernen.

 „Unser Ziel ist es, dass Projekt auszubauen, auch andere Schulträger in Kronshagen mit einzubinden“, sagte Werner. Gemeinsames Kochen sei künftig vorstellbar, oder Basteln und natürlich weitere Ausflüge.

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