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Erstaunliche Einblicke bei der Museumsnacht

Künstler in Neumünster Erstaunliche Einblicke bei der Museumsnacht

Die 9. Museumsnacht war bei Kunstfreunden und Partygängern der Renner. An zwölf Stationen, verteilt über das ganze Stadtgebiet, wurde am vergangenen Sonnabend bis in die späte Nacht Kunst und Event geboten.

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Zur Eröffnung der Museumsnacht im Museum Tuch + Technik erhielt eine Mädchengruppe, die Mützen und Schals entworfen und genäht haben, viel Applaus.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Hunderte „Nachtschwärmer“ waren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem eigens eingerichteten Shuttlebusservice unterwegs. Würden die Macher der Neumünsteraner Museumsnacht das Wort „Museum“ in seiner strengen Bedeutung auslegen, gäbe es nur einen Anlaufpunkt in der Stadt. Außer dem Museum Tuch + Technik gibt es in Neumünster keine musealen Einrichtungen. Also was tun? Ganz einfach: Gastronomische Betriebe, Tanzpaläste, kleine Galerien und weitere interessante Liegenschaften werden für eine Nacht zum Museum erhoben, in denen Künstler aus nah und fern ihre Werke präsentieren. So standen bei der nunmehr neunten Auflage an zwölf Stationen für die „Nachtschwärmer“ die Türen offen, die dort nicht nur erstaunliche Einblicke in das Schaffen von Malern, Keramikern und Fotografen erhielten, sondern überall mit Mini-Konzerten sowie Speis und Getränk erfreut wurden.

Erstmals dabei war auch das Tanzstudio Prasse an der Rendsburger Straße. Dort im großen Tanzsaal hatte der Kunstverein Art & Vielfalt eine Kunstausstellung organisiert. Dabei war auch Nicole Leidenfort, deren Gemälde „Blaues Pferd“ im vergangenen Jahr bei dem Besuch von Queen Elizabeth II für medialen Aufruhr sorgte. Bundespräsident Joachim Gauck hatte es als Gastgeschenk an das gekrönte Haupt überreicht. Allerdings wurde das Gemälde von der Presse als „Kindergemälde“ verspottet. „Ich bin der Einladung gerne gefolgt, da es hier in Schleswig-Holstein einen sehr guten Markt für Gemälde gibt“, sagte Leidenfort, während die Kunstinteressierten ihre blauen Bilder unter die Lupe nahmen. Tanzlehrerin Birgit Prasse nutzte den Abend, um mit anmutigen Tänzen ihrer besten Paare Eigenwerbung zu betreiben. Zu den außergewöhnlichen Orten der Museumsnacht gehörte auch das Gebäude der Hospizinitiative. Dort stellte die in Einfeld lebende Malerin Heidrun Rehder aus. Ein eigens für den Ausstellungsort angefertigtes Gemälde, das einen großen Flügel zeigt, bleibt als Gastgeschenk der Hospizinitiative erhalten.

Als Zentrum der Musemsnacht hatte sich wieder die Holstenstraße gemausert. Im Weltladen wurde nicht nur Kunst beäugt sondern auch fair gehandelten Waren. Im Werksalon „Ennemes“ zogen Gemälde von Manuela Rathje die Blicke an. In der Galerie Dekorat startete zu später Stunde in der Werkstatt mit den Acoustic Gentlemen die mittlerweile obligatorische Museumsnacht-Party.

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