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Kulinarisches Dankeschön

Flüchtlinge beim Sommerfest Kulinarisches Dankeschön

Eman Maghadam flüchtete vor einem Jahr aus dem Iran. In der Landesunterkunft für Asylsuchende in der ehemaligen Scholtz-Kaserne in Neumünster fand er seine erste Bleibe in Deutschland. Im nahen Gemeindezentrum der Bonhoeffer-Kirchengemeinde fand er Hilfe und Betreuung im Café-vis-à-vis.

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Von der Bonhoeffer-Kirchengemeinde betreute Flüchtlinge kredenzten beim Gemeinde-Sommerfest kulinarische Leckereien aus ihren Heimatländern.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt“, berichtet der Iraner. Mittlerweile lebt er in Flensburg. Am Sonntag bedankte sich Eman, der von einer Karriere als Sänger träumt, beim Sommerfest der Kirchengemeinde mit einem Kurzkonzert.

 Zusammen mit seinem Freund Masoud Oloomimoheb, einem ebenfalls vor Jahren aus dem Iran geflüchteten Komponisten, hatte der Sänger in den vergangenen Wochen für den Auftritt ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. „Es ist ein Mix aus christlichen Liedern und Songs, die in ihren Texten über das Leben in unserer Heimat berichteten“, so das Duo. Für den anmutigen musikalischen Ausritt in ferne Gefilde erhielten sie von den Besuchern des Festes tosenden Applaus.

 Doch nicht nur die beiden Iraner zeigten ihre Dankbarkeit. Weitere im Café betreute Flüchtlinge hatten in der Küche des Gemeindezentrums Leckereien aus ihren Heimatländern gekocht und gebacken. Es war ein Mix von Nationalgerichten aus Afghanistan, Syrien, Iran und dem Irak. So konnten die Gäste unter anderem mit Lammhack gefüllt Teigtaschen mit dem blumigen Namen Sambosa aus Afghanistan genießen oder sich an der aus Syrien stammenden Vorspeise Muhammara, einer aus Walnüssen und Paprika hergestellten Paste, erfreuen.

 Das Sommerfest war bestens besucht. Auf dem Kirchenrasen herrschte großer Andrang. Es wurden Theateraufführungen geboten, Spielestationen für Kinder waren bei den Kleinen der Hit, und wer auf eine Bratwurst nicht verzichten wollte, wurde auch fündig.

 Trotz aller Ausgelassenheit war auch deutlich Trauer über das Ende des Café-vis-à-vis zu spüren. Das Kooperationsprojekt zwischen der Diakonie Altholstein und der Kirchengemeinde wird am kommenden Sonntag offiziell „zu Grabe“ getragen. Diakonie und Gemeinde werden, wie berichtet, jeweils eigene Betreuungsprojekte für Flüchtlinge anbieten. Wie und wann die Kirchengemeinde damit startet ist noch nicht entschieden. Bis Mitte August steht zunächst eine Grundrenovierung des Gemeindezentrums an. Die Diakonie öffnet die neue Beratungsstelle am 1. September.

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