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Landesweit größtes Angebot für Kinder

Kulturteilhabe Neumünster Landesweit größtes Angebot für Kinder

„Kulturteil – kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche“ heißt das Angebot für Neumünster, das im Vergleich tatsächlich das größte seiner Art in einer Kommune in Schleswig-Holstein ist. Aus 120 Projekten von Kulturschaffenden können Schulen und Kitas auswählen - gefördert von Bund und Stadt.

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Mit Traumtüchern ums Drachennest: Mit Kulturpädagogin Antje Steenbeck üben Kita-Kinder Bewegnungslieder.

Quelle: Beate König

Neumünster. Tanzen, Theaterspielen, Skulpturen, Gemälde oder Installationen erschaffen – dafür gibt es seit drei Jahren das Förderprogramm „Kulturteil – kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche“ nur für Schulen und Kindergärten in Neumünster.

„Das Projekt ist für alle Kinder offen, es ist inklusiv, Kinder kommen mit Musik und Kultur im weitesten Sinne früh in Kontakt“, erklärt Kita-Leiterin Birghild Leimbach, was sie am Tanzprojekt schätzt, das sie über eine Internetseite der Stadt einfach buchen konnte.

„Rund 120 Angebote von 55 Kulturschaffenden aus ganz Schleswig-Holstein stehen in der Datenbank“, berichtet Agnes Trenka, Koordinatorin des Projekts. Damit sei Kulturteil im Vergleich zu anderen Kommunen im Land das umfangreichste kulturelle Bildungsangebot Schleswig-Holsteins. Gebuchte Projekte werden mit 70 Prozent, maximal 400 Euro, von der Stadt bezuschusst. Das Ziel des Förderprogramms benennt Oberbürgermeister Olaf Tauras: „Kinder aus allen sozialen Schichten können damit unabhängig von der Bildungssituation zu Hause in Kontakt mit Kultur gebracht werden.“

Die Projekte seien in den regulären Schulunterricht oder die Betreuungszeit integriert, berichtet Kulturbüroleiterin Johanna Göb. 7000 der 19100 Kinder und Jugendlichen der Stadt seien in den vergangenen drei Jahren erreicht worden. 27700 Euro betrage seit Beginn im Jahr 2014 das Fördervolumen pro Jahr, erläutert Agnes Trenka. Im ersten Jahr seien 65 Prozent der Mittel abgerufen worden, im zweiten 80, 2016 waren es 100 Prozent. Im zurückliegenden Jahr kamen 62 Prozent aller Grundschüler in den Genuss eines Kulturteil-Angebots. Das steigende Interesse der Schulen und Kitas, in denen Trenka Kulturteil persönlich vorstellte, führte die Politik zum Entschluss, das Förderprogramm um zwei Jahre zu verlängern.

Ins Budget von insgesamt 80000 Euro fließen dabei 53000 Euro aus dem Bundesprogramm Bildung und Teilhabe. Derzeit sucht die Stadt nach Möglichkeiten, Kulturteil über das Ende der Förderperiode des Bundes im Jahr 2019 hinaus zu finanzieren.

Mehr Infos gibt es hier.

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