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Sicher und fit mit dem Rollator

Neumünster Sicher und fit mit dem Rollator

Die ältere Dame ruckelt mit ihrem Rollator über den Großflecken, jedes Holpern schüttelt ihre Arme durch. In Geschäfte wagt sie sich gar nicht erst aus Sorge, mit ihrem Gefährt anzuecken. Jede Bordsteinkante stellt für sie ein großes Hindernis dar und lässt das Überqueren einer Straße zu einem langwierigen Akt werden. Genau diese Frau gehört zur Zielgruppe, die Nicole Pingel mit einem Rollator-fit-Kursus ansprechen möchte. Zum ersten Mal wird dieses Angebot der Öffentlichkeit gemacht.

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Mit dem Rollator wird so manches Straßenpflaster zur Herausforderung. Nicole Pingel will zeigen, wie man Schwierigkeiten am besten meistert.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Immer mehr Menschen benutzen einen Rollator. „Drei Millionen gibt es in Deutschland“, weiß Michael Lindner vom Kreissportverband. Aber können alle sicher damit umgehen? Der Kreissportverband bietet in Kooperation mit dem Seniorenbüro und der Fachschule für Motopädagogik diesen Kursus an, damit die älteren Menschen mobil bleiben, und vermittelt Tipps und Tricks für den aufrechten Gang. Die Musikschule stellt die Räume zur Verfügung.

 Übungsleiterin Nicole Pingel beschreibt, um was es in den Stunden gehen soll: Nach dem Aufwärmen und Lockern gibt es Übungen für die Wirbelsäule, fürs Gleichgewicht und für die Kraft. „Denn auch im Alter kann man noch Muskeln aufbauen“, erklärt die Motopädagogin in Ausbildung. Spezielle Gymnastik für Füße, Hände und Schultern kann Verspannungen entgegenwirken. Außerdem soll gezeigt werden, wie Stürze vermieden werden können.

 „Wichtig ist auch die richtige Einstellung“, sagt Lindner. Und damit meint er nicht nur die Einstellung einem Rollator gegenüber, sondern auch die richtige Einstellung des Hilfsgerätes selber.

 Freude und Spaß an der Bewegung sollen vermittelt werden, die Kursteilnehmer können aber auch Erfahrungen austauschen und vielleicht voneinander lernen. „Letztlich geben wir Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Romi Wietzke vom Seniorenbüro.

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