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Wettbewerb auf der NordBau Hauptsache Präzision

Zehn Junggesellen lassen sich auf der NordBau bei der Arbeit über die Schulter schauen: Die gerade erst ausgelernten Maler und Lackierer sind die Innungsbesten des Landes und messen sich beim Leistungswettbewerb ihres Verbandes. Der Sieger darf zum Bundesentscheid nach Stuttgart.

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Mit einem Deko-Handfeger bearbeitet Domenick Maylahn (19) aus Flensburg eine der Platten, die er im Wettbewerb gestalten muss.

Quelle: Nora Saric

Neumünster. „Das ist durchaus mal etwas anderes“, erzählt der 23-jährige Junggeselle Sebastian Eggert aus Bad Oldesloe. „In unserem normalen Umfeld arbeitet man eher allein.“ Wenn er den Landesleistungswettbewerb gewinnen sollte, darf er zum Bundesentscheid nach Stuttgart fahren. „Das wäre eine große Ehre.“ Die Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer: Gestaltung des Konferenzraums der Messe-Leitung. Fünf Platten haben sie seit Mittwoch in den unterschiedlichen Handwerkstechniken bearbeitet, davon sind vier vorgegeben, eine ist frei wählbar.

 Domenick Maylahn ist 19 Jahre alt und kommt aus Flensburg. Für die freie Technik hat er eine Metall-Lasur gewählt. Zur Pflicht gehören eine Tapetenplatte, unterteilt durch eine Holzleiste, eine Platte in Spachteltechnik mit Dispersionsfarbe, eine mit dem NordBau-Logo aus Plotterfolie beklebte Platte und eine farblich gestaltete Platte mit Stuck. Für letztere hat der Flensburger eine Wischtechnik mit Deko-Handfeger gewählt. „Dabei wird mit dem Feger verdünnte Farbe aufgetragen, sodass die helle darunter noch zu sehen ist“, erklärt er. „Bei dem Stuck ist die Aufgabe, perfekt die Gehrung zu schneiden. Hier kommt es auf Präzision an.“ Landesinnungsmeister Andreas Kröger: „Ich bin ganz begeistert, was die jungen Leute hier an Qualitiät abliefern.“

 900 Lehrlinge habe das Maler- und Lackiererhandwerk in Schleswig-Holstein. Die anwesenden zehn haben vor 14 Tagen ihre Gesellenprüfungen abgelegt. „Es braucht mindestens die Note 2, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen“, so Kröger. Manfred Marxen, Wettkampfleiter der Innung, erhofft sich vom Auftritt auf der NordBau, mehr Nachwuchs begeistern zu können. „Bei uns werden Fachkräfte gesucht wie verrückt.“ Er spricht von einem Gesamtproblem, „das wollen wir lösen, und das schaffen wir auch“.

 „Ich glaube, dass viele in den ersten Tagen schon ganz spannende Erlebnisse gehabt haben“, berichtet Messe-Verantwortlicher Wolfgerd Jansch. Er spricht von Neuentwicklungen und erstmals weltweit vorgestelltem, technischem Gerät zum Anfassen und Ausprobieren. „Auch die Aussteller sind begeistert. Die treffen hier ihre Abnehmer, unsere Handwerker.“ Jansch rechnet insgesamt mit rund 60000 Besuchern.

 Die NordBau in den Holstenhallen in Neumünster ist noch am Sonnabend und Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet,

 www.nordbau.de

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