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Lions sollen renovieren

Kinderferiendorf Lions sollen renovieren

Die Debatte wurde auf beiden Seiten leidenschaftlich geführt, aber das Ergebnis fiel einstimmig aus: Neumünsters Kinderferiendorf bleibt im Stadtwald – und bei der Sanierung der zehn maroden Blockholzhäuser setzt die Stadt auf ehrenamtliches Engagement.

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Vorerst nur ein Holzblockhaus des Kinderferiendorfes am Stadtwald soll mit ehrenamtlichem Engagement von Lions Club Holsten, DB Werk und der Firma Guder Strahltechnik saniert werden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Das hatte die SPD in der Diskussion in der Ratsversammlung am Dienstagabend als zu unsicher empfunden. „Das Angebot des Lions Club Holsten mit Hilfe des Bahnausbesserungwerks und der Firma Guder Strahltechnik bezieht sich nur auf ein Haus“, gab Bernd Delfs zu bedenken. Er versicherte: „Wir wollen nichts verhindern, sondern ein modernes, nostalgisches Kinderferiendorf.“

 Der Änderungsantrag der SPD nahm einen neuen Standort ins Visier: entweder auf einem ungenutzten Teil der Sportanlagen von FTN oder Olympia (Vorteile: Nähe zum Bad am Stadtwald; Fernwärmeanschluss würde Ganzjahresbetrieb mit Übernachtung ermöglichen) mit einem Konzept nach neuen pädagogischen Erkenntnissen.

 FDP-Fraktionschef Reinhard Ruge fand es „ärgerlich“, dass sich das Sanierungsthema schon über Jahre hinzieht. „Der Lions Club hat jetzt Bewegung in die Sache gebracht. Und wir haben schließlich neun Serviceclubs in der Stadt.“ Auf keinen Fall wollte er eine Verlegung des Kinderferiendorfes. „Schon gar nicht auf einen Sportplatz mit sehnsuchtsvollen Kinderblicken auf die benachbarte Wasserrutsche.“ Unbedingt müsse das Wald- und Naturerlebnis erhalten bleiben.

 CDU-Fraktionschef Gerd Kühl erinnerte an die Erfahrungen, die er als Vorsitzender der Tiergartenvereinigung gemacht hat: „Wir haben verlässliche Serviceclubs vor Ort. Die haben in mehreren Jahren den gesamten Tierpark-Spielplatz neu gestaltet.“ Er war der Überzeugung: „Das wird toll werden.“ Und warnte: „Wir dürfen Engagierten keinen Tritt vors Schienbein versetzen.“

 Letztlich stimmte dann auch die SPD für die „ehrenamtliche“ Lions-Lösung für vorerst eines der Häuser aus den 60er Jahren, die auch außerhalb der Ferien von Kitas und Schulklassen für Tagesaufenthalte genutzt werden. Ein Aspekt aus dem SPD-Alternativantrag floss aber doch noch ein, weil FDP-Ruge ihn als eigenen Änderungsantrag abgekupfert hatte: Es soll geprüft werden, ob bei der Instandsetzung auch Jugendliche ohne Schul- und Berufsabschluss beschäftigt werden können – als Qualifizierungsmaßnahme in Kooperation mit einem Bildungsträger.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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