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Tea Party mit jungen Talenten

Literaturcafé Einfeld Tea Party mit jungen Talenten

Eine entzückend literarisch-musikalische Vintage Tea Party mit jungen Talenten von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, dazu kulinarische Leckerbissen tischte das Literaturcafé Neumünster-Einfeld am Sonntag seinen Gästen auf.

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Sorgten für eine beschwingte Tea Time Party mit Texten und Liedern in der Stadtteilbücherei in Neumünster-Einfeld: Nikolai Gemel (von links), Toini Ruhnke, Muriel Bielenberg und Thore Lüthgen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Und zwar zur besten britischen Tea Time um 17 Uhr. Lediglich das üppig bestückte Buffet mit Scones, Sandwich-Spezialitäten, Toffees, selbst gebackenem Shortbread und Sherry, Pims plus selbstverständlich Tee wurde im Garten der alten Schule genossen. „Die Engländer sind beim Wetter härter im Nehmen als wir“, bat Team-Chefin Claudia Toppe die 80 (teils stilgerecht „behüteten“) Gäste danach vorsichtshalber in die Bücherei.

 Auf dem kleinen Podium servierte ein junges Quartett, begleitet am Klavier von Matthias Stötzel, ein sorgfältig bunt gemischtes Programm mit mehr als Lobliedern auf den Tee. Muriel Bielenberg schrieb im Café als versetztes, aber nicht verletztes Fräulein keck den Abschiedsbrief à la Kästner/Weill an den ausbleibenden Geliebten: „Ich pfeif auf dich, mein Schatz!“ Nikolai Gemel legte mit britischem Understatement als Rennfahrer Boxen-Stopp für Tea-Time ein: „Der arme Sieger, für den gibt es bloß Sekt.“

 Was seine Stimme hergibt, ließ Thore Lüthjen hören beim sentimentalen Wie lange noch?, dessen Vorlage von Mehring/Weill stammt. Toini Ruhnke interpretierte ebenfalls stimmstark den Eisler-Brecht-Song vom Kind, das sich nicht waschen wollte. Und als alle zusammen sich federleicht mit dem Musical-Welt-Hit Tea for Two verabschiedeten, „swingte“ so mancher im Publikum im wahrsten Sinne des Wortes bewegt mit. Ein reizendes Finale, how lovely!

 Die Tea-Party hatte nur einen winzigen Fehler: „Mehr davon“ hätte so mancher gern gehabt. Dieser Wunsch wird sich erfüllen lassen. „Kommen Sie recht bald wieder“, bat Toppe die Akteure. Für die gab es blumigen Rosen-Dank – so ist es Tradition im Literatur-Café.

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