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Loop: Nach 27 Jahren brüten wieder Störche

Stillgelegter Strommast ist ihr Zuhause Loop: Nach 27 Jahren brüten wieder Störche

Die Adebar-freie Zeit in Loop ist vorbei: Fast drei Jahrzehnte zeigten die Störche in punkto Brutgeschäft dem Dorf die kalte Schulter, jetzt hat ein Pärchen endlich den seit langem vorbereiteten Nistplatz am Nordrand bezogen – und sorgt bei den Bürgern für strahlende Gesichter. Besonders froh ist Meike Schilling, ihre im vergangenen Jahr verstorbene Mutter Anke Heeschen hatte sich jahrelang um einen optimalen Brutplatz bemüht.

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Storch im Anflug: Nach 27 Jahren brütet wieder ein Storchenpärchen im Nest auf dem ehemaligen Strommast in Loop.

Quelle: Tietgen

Loop. Seit 2005 kümmerte sich Anke Heeschen mit Unterstützung der Naturschutzgruppe (Nabu) Neumünster um den Bau einer Nisthilfe auf einem stillgelegten Strommast an ihrem Bauernhof. Mit Hilfe der Stadtwerke Neumünster probierte die Looperin mehrmals etwas Neues aus: weiße Farbe, hingekleckert rund um das künstliche Nest, sollte die Störche ebenso anlocken wie Silage oder eine lebensecht wirkende Nachbildung von einem Storch auf der Wiese nebenan. Ihre Tochter Meike Schilling erzählte vom zweiten künstlichen Storch, der das erste, marode gewordene Exemplar mittlerweile ersetzt hat. „Jetzt hat es endlich geklappt, und es ist einfach wunderbar und wildromantisch“, freute sich die Looperin.

 Seit einer Woche brütet das Storchenpaar, abwechselnd fliegen die Großvögel auf die Wiesen im Großen Moor und suchen nach Beute. Eins der Elterntiere hat Peter Hildebrandt identifiziert: Der Neumünsteraner Nabu-Ehrenvorsitzende erkannte an der Beringung, dass es sich um ein drei Jahre altes Tier aus Wisch in der Probstei handelt. „Wir hatten erst befürchtet, dass es zu jung für das Brutgeschäft wäre, aber das ist offenbar und zum Glück nicht der Fall“, erklärte er. Zuletzt brütete vor 27 Jahren ein Storchenpaar erfolgreich in Loop, die schwarzweißen Flieger zogen auf dem Hof von Bürgermeister Torsten Teegen damals drei Junge groß. „Es ist toll, dass wieder Störche bei uns brüten, damit denken viele im Dorf auch wieder an Anke Heeschen, die den Erfolg leider nicht mehr erleben konnte“, sagte Teegen. ti

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