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Ministerin informiert sich im Gefängnis

JVA mit hohem Krankenstand Ministerin informiert sich im Gefängnis

„Das Gefängnis ist für die Bediensteten ein Arbeitsplatz, der eine besondere psychische Belastung bedeutet“, konstatierte Justizministerin Anke Spoorendonk am Donnerstag bei einem Besuch in der JVA in Neumünster. Das neue betriebliche Gesundheitsmanagement soll helfen, den Krankenstand von zehn Prozent zu verringern.

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Nahm sich am Donnerstag ausführlich Zeit für die JVA Neumünster: Ministerin Anke Spoorendonk (links) mit Anstaltsleiterin Yvonne Radetzki.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Diese zehn Prozent bedeuten schon eine leichte Verbesserung gegenüber gut elf Prozent im Vorjahr“, betonte Yvonne Radetzki, Leiterin der Justizvollzugsanstalt an der Boostedter Straße, im Gespräch mit der Ministerin.

 Zur personellen Situation stellte Anke Spoorendonk fest: „Wir können nicht einfach weitere neue Mitarbeiter einstellen. Es geht mit Sicherheit auch darum, die hier geleistete Arbeit mehr wertzuschätzen.“ Genau das war ein Manko, auf das bei der anonymisierten Fragebogenaktion, an der sich Mitarbeiter aus allen Leitungsebenen beteiligt hatten, viele Bedienstete „angesprungen“ waren.

 In Neumünsters „Knast“ sind mittlerweile Diskussionsrunden und Fokusgruppen eingerichtet worden, um parallel zur laufenden Auswertung schon Schritte zu erarbeiten, die helfen sollen, die Krankenstände zu minimieren. Der Allgemeine Vollzugsdienst beispielsweise wünscht sich mehr Entscheidungskompetenzen. Lob fand Spoorendonk für die Ausbildungs-Werkstätten und die neu eingerichtete Vätergruppe: „Das ist bereits eine Maßnahme für den familienorientierten Vollzug, den das neue Strafvollzugsgesetz unter anderem vorsieht.“

 Mehr als sechs Stunden hatte sich Spoorendonk für Neumünsters JVA Zeit genommen, um den Alltag hinter Mauern besser kennenzulernen. Auf die Frage, wie sie mit dem frühen Dienstantritt von 5.50 Uhr zurechtgekommen war, antwortete die Ministerin diplomatisch. „Da hat man mehr vom Tag.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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