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Neumünstrum ist fest in Kinderhand

Ferienspaß in eigener Stadt Neumünstrum ist fest in Kinderhand

234 Kinder hatten in der ersten Ferienwoche jede Menge Spaß aber auch Arbeit. Die Kinderstadt Neumünstrum öffnete die Stadttore, die elternfreie Zone wurde bevölkert. Vom Bürgermeister über Tierpfleger, Sanitäter und Taxifahrer bis zum Waffelbäcker und Maler - die Kinder packten an.

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Im Arbeitsamt von Neumünstrum werden die einzelnen Stellen verteilt. Montagmorgen ist die Schlange vor dem Stand lang, deshalb können auch am heutigen Sonnabend von 13 bis 15 Uhr schon Jobs für die kommende Woche ausgesucht werden. Dabei gibt es unbefristete und Teilzeitjobs im Angebot. Ciara (von links), Katharina und Celine hatten Freitag den Überblick, welche Arbeitsstellen noch frei sind.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünstrum. Bürgermeister Lasse (14) thront auf seinem neuen Stuhl. 200 Münzter hat diese prunkvolle Sitzgelegenheit die jungen Steuerzahler gekostet. Aber er hat es sich verdient. Vier Tage lang stand er an der Spitze der Kinderstadt, er und seine beiden Stadträte Hannah (11) und Jakob (13) haben versucht, gerecht zu regieren. Am Montag kommen neue Bewohner, um Neumünstrum mit Leben zu füllen.

Sine (links) und Katharina präsentieren Angebote aus der Schmuckwerkstatt. Von hier stammten auch die Eheringe für die Spaß-Hochzeit am Donnerstag.

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 Die Tafel mit den Jobs, die in der Ferienspaß-Siedlung zu vergeben sind, ist voll. Ob Polizisten, Sanitäter oder Supermarkt-Verkäufer, Tierpfleger für den Tierpark, Kreative für die Schmuckwerkstatt oder Mitarbeiter für die Müllabfuhr, Handwerker, Journalisten, Taxifahrer oder Animateure für den Freizeitpark – die Auswahl ist groß. Einige Jobs sind unbefristet, andere Teilzeitstellen. Arbeitslose gibt es auch, doch das müsste nicht sein. Es gibt so viel zu tun in der kleinen Stadt an der Werderstraße, die zum vierten Mal aus dem Boden gestampft worden ist.

 Freitag fanden die Bauarbeiten für ein Gericht statt. Bürgermeister Lasse und seine Stadträte Hannah und Jokob haben das genehmigt. Es reißt ein ordentliches Loch in die Stadtkasse: 2500 Münzter müssen ausgegeben werden, und dann ist die Stelle eines (absolut unparteiischen) Richters und eines Gehilfen zu vergeben. Adrian und Fabian buddeln Löcher fürs Fundament. Genügend Holz für die Konstruktion ist noch vorhanden. „Aber wenn das nicht gut wird, zahl’ ich dafür nicht“, erklärt Lasse rigoros. Montag um 10 Uhr soll alles fertig sein.

 Lasse musste auch unbeliebte Entscheidungen treffen. Die Steuererhöhung zum Beispiel. Ein Proteststurm erhob sich. Sogar eine Demonstration zog durch die Gassen von Neumünstrum. Aber mit den dann eingeführten Steuerklassen kehrte Gerechtigkeit in die Kinderstadt ein. Der Frieden war wieder hergestellt.

 Ein Antrag wird ins Rathaus-Zelt eingereicht. Die Malerwerkstatt will 35 Münzter für die Herstellung eines neuen Schildes für den Elterngarten. Lasse, Hannah und Jakob entscheiden schnell: genehmigt.

 Schließlich rollt der Rubel. Der Supermarkt hat 1010 Münzter eingenommen und bringt gerade seine Steuerschuld von 202 Münzter vorbei. Kein Problem also, die erste Hochzeit in Neumünstrum ein bisschen finanziell zu unterstützen. Leon und Lauritz gaben sich zum Spaß das Ja-Wort, Lasse traute die beiden. Es gab Ringe aus der Schmuckwerkstatt und Cocktails. „Die Hochzeit war das Tollste in dieser Woche“, sind sich Hannah, Jakob und Lasse einig.

 Ein Polizist platzt ins Rathaus hinein. Arbeitslose sollen mit Naschis unterm Kino sitzen und kostenlos beim Film zuhören. „Das geht doch so nicht!“ Es sind die ehemaligen Betreiber der Waffelbäckerei. Sie haben so viel Geld verdient, dass sie den Laden am Freitag dicht gemacht haben. „Ärgerlich, die waren total lecker.“ Das Problem löst sich von alleine, die Schnorrer sind kurze Zeit später verschwunden.

 Vielleicht im Freizeitpark? Oder im Wikingermuseum? Oder im Tierpark? Beim Stadtfest am Freitagnachmittag waren die Arbeitslosen aber wieder aufgetaucht, um den Abschluss der ersten Woche zu feiern.

 Louisa (14) freut sich schon auf die nächste Woche. Sie ist Sekretärin im Rathaus und möchte zur Bürgermeisterin aufsteigen. An ihrer Wahlkampf-Rede feilt sie schon. Und ihr Bürgermeister Lasse setzt noch schnell ein Empfehlungsschreiben für seine Mitarbeiterin auf, bevor er in den Urlaub nach England entschwindet. Neumünstrum geht in die zweite Runde. Neubürger sind noch willkommen.

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