21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Mögen die Ideen mit ihm sein

Daniel Heberle baut Galaktisches aus Lego Mögen die Ideen mit ihm sein

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit weit entfernten Galaxis... Mit diesen Worten beginnt einer der legendären Star-Wars-Filme. Gar nicht so weit entfernt ist die Wohnung von Daniel Heberle. Der 39-jährige Neumünsteraner begeistert sich für fremde Galaxien, allerdings im Miniaturformat. Doch selbst das nimmt inzwischen Dimensionen an, die gar nicht mehr in sein Zuhause passen.

Voriger Artikel
Burger King von Duo überfallen
Nächster Artikel
Stillgelegt: Baustelle Alte Feuerwache

Mit dieser selbst entworfenen Moonbase ist Daniel Heberle auf der Stein Hanse Ende des Monats in Kaltenkirchen vertreten. Zu Hause steht nur ein Teil, in Kaltenkirchen wird zum ersten Mal die komplette Mondstation aufgebaut. Vorne links das Gebäude ist das Bio-Habitat mit (natürlich Lego-)Pflanzen im Inneren, hinten links auf dem Berg der Control-Tower, im Berg von der Seite zu sehen wäre ein Hangar, oben rechts ist eine Landestation. Darunter der Bergbau zur Gewinnung von Kristallen. Komplett w

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die Ausmaße seiner erfundenen Mondstation komplett: fünf mal anderthalb Meter, gebaut aus zum Teil nicht mal einen Quadratzentimeter großen Lego-Steinchen. Premiere hat diese „Moonbase“ in Gänze Ende des Monats bei der großen Lego-Ausstellung in Kaltenkirchen, der zweiten Stein Hanse.

 

Daniel Heberle lebt Lego. In das Hobby investiert er viel Zeit. Foto: Anja Rüstmann

Quelle:

Natürlich hat er als Kind mit Lego gespielt. Das machen viele. Dass er sich aber als Erwachsener so für das filigrane Hobby begeistert, liegt sicher auch an der Berufsausbildung. Heberle lernte Einzelhandelskaufmann bei Hertie – im Bereich Spielwaren. Später arbeitete er sieben Jahre bei Puppen Popp. Inzwischen ist er Berufskraftfahrer und widmet einen großen Teil seiner Freizeit den kleinen bunten Steinen.

 Wie viele er davon hat, kann Heberle gar nicht zählen. 1999 brachte Lego das erste Star-Wars-Set heraus (inzwischen gibt es rund 300). Er kaufte es und bastelte, nach Anleitung. Vor sechs Jahren entwarf er selber eine kleine Mondstation, vor drei Jahren baute er sie wieder ab und startete sein bisher größtes Projekt: die Moonbase. Inzwischen hat er an die 400000 Legosteine darin verbaut und jede Menge Phantasie.

 Chewbacca, Obi-Wan Kenobi, R2-D2, Luke Skywalker oder C-3PO sind auf der Station nicht zu finden. Eher kleine grüne Lego-Männchen. Vor einem Jahr kamen die auf den Markt, vorher gab es sie in rot, weiß, blau... Mit den Star-Wars-Filmen hat die Moonbase nämlich nichts mehr zu tun. Hier ist alles erfunden. Ertüftelt. Zusammengesteckt. Aber niemals zusammengeklebt, bemalt oder zerschnitten. „Wer das macht, wird mit Playmobil nicht unter drei Jahren bestraft“, zitiert Heberle schmunzelnd einen Satz aus der Lego-Szene.

 Control Tower, Hangar, ein Bio-Habitat mit (Lego-)Pflanzen zur Sauerstoffgewinnung und Nahrungsproduktion, Energieleitungen, Landeflächen für die Raumgleiter, eine Ein-Schienen-Bahn, ein Bergwerk, in dem neongelbe Kristalle abgebaut werden (ein-mal-eins-Rundplatten), eine Fabrik mit kleinem Motor, wo die Kristalle glühen (Ein-mal-eins-Rundplatten in orange) und zu Scheiben gepresst werden (Ein-mal-zwei-Steine in transparent gelb)...

 Das Arbeitszimmer, in dem Regale-weise Steine und Schränke-weise andere Modelle untergebracht sind, reicht gar nicht aus, um die Moonbase komplett hier aufzubauen. Den Platz gibt es aber Ende des Monats auf der Lego-Ausstellung Stein Hanse in Kaltenkirchen. „Ich bin schon richtig aufgeregt“, gibt Heberle zu. Für den Transport leiht er sich einen Kleinlaster. Schon am Freitag wird aufgebaut, alle Segmente werden zusammengesetzt. Und dann können die Besucher kommen, sich Eisenbahnanlagen, eine goldene Villa, den sieben Meter langen Flugzeugträger oder den Nachbau des Berliner Reichstages ansehen.

 Sonntag wird wieder abgebaut. Für kommendes Jahr hat Daniel Heberle schon Pläne. Welche, verrät er noch nicht. Es ist ja auch noch viel Zeit, und viele Lego-Steine werden bis dahin durch seine Hände wandern. Mögen die Ideen mit ihm sein.

 Info: Stein Hanse, in Kaltenkirchen; Sonnabend und Sonntag, 29./30. August, Marschweghalle, Marschweg 18. Öffnungszeiten: von 9.30 bis 18 Uhr (Sonntag bis 16 Uhr), Eintritt: 2 Euro, Kinder zahlen 1 Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3