20 ° / 14 ° stark bewölkt

Navigation:
Dank Pferde-Müsli auf dem Weg nach oben

Mühle Plambeck in Brügge Dank Pferde-Müsli auf dem Weg nach oben

Der Mut zur Nische hat sich für die Mühle Plambeck in Brügge ausgezahlt: Vor wenigen Jahren sattelte das Landhandelsunternehmen um, statt Kraftfutter für Milchvieh produziert der Familienbetrieb in einer Futtermanufaktur jetzt Müsli für Pferde und Kälber.

Voriger Artikel
Redaktionsteam gewinnt Vorrunde
Nächster Artikel
Vater wurde von Sohn erschossen

Bestens gelaunt taucht Peter Plambeck seine Hände ins Pferdemüsli. Mit dem speziellen Futter peilt er die Marktführerschaft in Nordeuropa an.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge. Vor allem mit den Pferdecerealien sind die Plambecks erfolgreich – und auf dem besten Weg zum Marktführer in Nordeuropa.

 2009 kriselte es bei dem 1870 gegründeten Familienunternehmen: Die klassischen Landhandelsschwerpunkte wie Kraftfutter und Düngemittel brachen ein, der kleine Dorfbetrieb konnte nicht mehr mit den großen Agrarfabriken mithalten. „Wir brauchten ein neues Geschäftsmodell, wir waren nicht mehr konkurrenzfähig“, erinnert sich Peter Plambeck. Ein Seminarbesuch des heute 34-jährigen Inhabers brachte den Strategiewechsel, der Betrieb mit damals rund einem Dutzend Mitarbeitern setzte auf das Nischenprodukt Müsli. Mit Erfolg: Die Eigenmarke Balios sowie weitere in Lohnproduktion hergestellte Müslimischungen gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

 Bei der Herstellung setzt das Team um Peter Plambeck konsequent auf Qualitätsrohstoffe. Anbieter aus Schleswig-Holstein liefern Zuckerrübenschnitzel, Gerstenflocken, Hafer- und Weizenkleie, aus dem spanischen Valencia stammen die Johannisbrotfrüchte, in Kroatien kauft Plambeck eine Spezialmischung aus Donausoja und Mais. „Für ein Pferd ist das wie ein Steak, unsere Mischungen sollen ja auch lecker schmecken und nicht nur gesund und gut verträglich sein“, erklärte der Diplom-Kaufmann, der den Betrieb in fünfter Generation führt. Auf Tagungen, Konferenzen und Meetings knüpfte Plambeck Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern – und zog so die ersten Aufträge an Land.

 Innerhalb von fünf Jahren verdreifachte sich der Absatz der Tiercerealien mit Schwerpunkt Pferdemüsli auf mehr als 30000 Tonnen jährlich. Das Personal wuchs deutlich auf 30 Mitarbeiter an, gut eine Million Euro wurde in eine automatisierte Verpackungsanlage investiert. Drei bis sechs Lkw täglich verlassen das zehn Hektar große Areal am Mühlenberg. Probleme mit den Nachbarn gibt es nicht: „Wir haben keine Klagen gehört.“ Das „Spitzenfutter aus Holstein“, so der Werbeslogan, findet vor allem Abnehmer in Skandinavien und Russland, in Dänemark ist die Mühle Plambeck bereits Marktführer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sven Tietgen

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3