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Tüftelei brachte Grips ins Rollen

Museum Tuch und Technik Tüftelei brachte Grips ins Rollen

Fünf Teams mit insgesamt 20 Kindern und jeweils einem Erwachsenen traten beim fünften Murmelbahn-Wettbewerb des Museums Tuch und Technik am Sonntagnachmittag gegeneinander an. Die Aufgabe: Binnen einer Stunde eine funktionsfähige Bahn zu konstruieren, die auch noch ein Ziel treffen muss.

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Schafften es bis ins Stechen (von rechts): Navid (9), Hannes (10), Colin (9), Marie (9) und Celina (10).

Quelle: Beate König

Neumünster. „Dürfen wir alles auf dem Tisch verwenden?“ Hoffungsfroh hielt Morton (12) ein Lineal hoch, das als Stabilisator beim Murmelbahn-Wettbauen im Museum Tuch und Technik gute Dienste geleistet hätte. Wettkampfausrichterin und Museuemspädagogin Karin Ruhmöller lehnte jedoch ab: Nur Plakatpapier, Krepp- und Tesaband waren bei der Weihnachtstüftelei als Baustoffe erlaubt. Herausforderung dabei: Fünf Kurven mussten in jeder Bahn mindestens eingebaut sein, mit deren Hilfe eine Murmel so viel Tempo aufnimmt, dass sie ein Playmobil-Männchen in 50 Zentimeter Entfernung umschießen kann.

Neben dem Ständerbauwerk als Klassiker trumpften die Teams mit indviduellen Modellen auf, die Funktion und Design verbanden. Jesper-Ole (11), Antonia (12) undJordis (12) hatten eine Bahn entworfen, die wie eine Schwimmbadrutsche die Kugel in sanften Schwüngen abwärts leitete. Nachteil: Das Trio feilte bis zur letzten Sekunde am richtigen Neigungswinkel, nach nur wenigen Testläufen musste ihre Bahn an den Start.

Aufgabe taugt auch für Teambuilding

Ästhetisch überzeugte mindestens ebenso das Modell von Dörte, Laura und Richard am Nachbartisch. Von außen sah es wie ein Tannenbaum aus, im Inneren wurde die Murmel unsichtbar über jeweils nur einmal gebogene Papierseiten elegant und komplett unsichtbar geführt. Im zweifachen Stechen setzte sich jedoch eine Bahn mit langer Endgerade und sauber geknifftem Schusskanal durch.

„Die Aufgabe stammt aus dem Internet. Sie wird auch von Firmen fürs Teambuilding gebraucht. Das Thema des Wettbewerbs war kein Geheimnis, die Teams konnten vorher zuhause testen, welche Bahn am stabilsten ist“, erklärte Karin Ruhmöller. „Sonst hätten wir auch nicht mitgemacht“, erzählte Mutter Dörte (41). „Wir haben über Weihnachten die Bahn konzipiert und uns kurzfristig angemeldet.“

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