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Andere Wege des Ausdrucks finden

Neumünster Andere Wege des Ausdrucks finden

Neue Kunst in der Stadttöpferei Neumünster: Susanne Ring (49) aus Berlin und Kristina Rutar (27) aus Ljubljana bilden das neue Tandem im „Ceramic Artist Exchange“-Programm: eine Nachwuchskünstlerin aus Slowenien, eine etablierte Kunstschaffende aus Berlin – und beide wollen voneinander lernen.

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Kristina Rutar (von links), Danijela Pivasevic-Tenner und Susanne Ring freuen sich auf die gemeinsame Zeit in der Stadttöpferei.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Bis zum Monatsende wohnen und arbeiten die beiden im Künstlerhaus. „Ideen haben wir viele“, sagen sie. Was dabei herauskommt, wird in einer Abschluss-Präsentation am Freitag, 30. September, um 18 Uhr gezeigt. Kristina Rutar war bereits bei vielen Ausstellungen und Künstleraufenthalten in Amerika, Asien und Europa und sieht gerne, wie andere arbeiten. Sie möchte neue Wege finden, sich auszudrücken. Die 27-Jährige ist Assistentin im Bereich Keramik und Glas an der Academy of Fine Arts & Design in Ljubljana und plant für Neumünster – vielleicht – eine Installation. Ihre Skulpturen, die an der Töpferscheibe entstehen, möchte sie von den Besuchern zusammen puzzeln lassen. „Berühren verboten“ gilt da nicht. Die Slowenin experimentiert gerne.

 „Der Prozess beginnt hier in der Stadttöpferei, die Künstlerinnen bekommen neue Impulse und neue Ideen“, erklärt Danijela Pivaševic-Tenner als Künstlerische Leiterin. Susanne Ring hat „Lust auf diese Herausforderung“. Die Meisterschülerin der Berliner Universität der Künste mit mehreren Lehraufträgen in Linz, Potsdam oder Dresden baut Figuren in „Würstchentechnik“. Der hohle Innenraum gewinnt bei ihr zunehmend an Bedeutung. Oft baut sie Zeichnungen nach, transferiert ihre Kunst vom Zwei- zum Dreidimensionalen, inszeniert ihre figurativen Werke im Raum und zeigt die Vielseitigkeit formbarer Materialien. Und so werden im Laufe des Monats mehrere Skulpturen in den Fürsthof einziehen.

 Susanne Ring und Kristina Rutar sind das vorletzte Künstler-Tandem in diesem Jahr, im November residieren noch einmal zwei Gäste in der Stadttöpferei. Die Ausschreibung für einen Gastaufenthalt im kommenden Jahr, wenn wieder fünfmal zwei Künstler eingeladen werden, läuft noch bis zum 7. Oktober.

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