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Neuer Architekt für FEK-Neubau

Neumünster Neuer Architekt für FEK-Neubau

Das Haupthaus des Friedrich-Ebert-Krankenhauses aus den 70er-Jahren hat vielleicht doch noch nicht komplett ausgedient. Eigentlich sollte es durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten explodierten, man trennte sich vom Generalplaner. Der „Neue“, Uwe Mumm, soll 15 Millionen Euro einsparen.

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Der erste Bauabschnitt des Neubaus für das Friedrich-Ebert-Krankenhaus ist abgeschlossen. Links neben dem Altbau steht das neue L-förmige Bettenhaus. Das vierflügelige Haupthaus wird größtenteils abgerissen, zwischen dem Altbau und der Friesenstraße entsteht ein weiterer Neubautrakt. Auf der bewaldeten Fläche unten rechts wird ein zweites neues Bettenhaus gebaut.

Quelle: Reimer Wulf

Neumünster. Die Substanz des sechsgeschossigen Haupthauses des FEK „ist auf“, wie Geschäftsführer Alfred von Dollen sagt. Eine Sanierung lohnt sich nicht. Zwischen Friesenstraße und dem denkmalgeschützten alten FEK-Gebäude aus dem Jahr 1930 am Sachsenring wird also neu gebaut. Dieses Jahr ist der erste Teil (unter anderem für das Ambulante Operationszentrum) fertig geworden, ebenso wie ein viergeschossiges 180-Betten-Haus daneben, zur Boostedter Straße hin. Mit 75,6 Millionen Euro wurde dieser Bauabschnitt aber 20,6 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant.

 Für Teil 2, zu dem ein neues Funktionsgebäude (Ambulanz, Notaufnahme, Radiologie) und ein weiteres Bettenhaus gehören (zwischen denkmalgeschütztem Bau und Hubschrauberlandeplatz), lautete die Kostenprognose des Berliner Architekten Stefan Ludes gut 70 Millionen Euro. Ludes und FEK gehen jetzt getrennte Wege. Uwe Mumm, der mit seinem Planungsring die neue europaweite Ausschreibung gewann, hat nur 55 Millionen Euro für die 10500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, ist aber optimistisch.

 Mumm baut seit 1973 Krankenhäuser, seine Referenzliste ist lang und reicht von Sylt bis nach Lübeck, von Ratzeburg bis nach Rendsburg und Kiel, wo sein Büro Teile des Städtischen Krankenhauses und auch beim UKSH „eine Menge gebaut“ hat. Vor zwei Jahren wurde das Westküstenklinikum in Heide fertig – zeitlich und finanziell im Rahmen, wie Mumm betont. „Das Vorhaben ist von der Größenordnung her mit Neumünster vergleichbar“, sagt von Dollen.

 Mumm setzt auf ein regionales Team für den Bau. Horn & Horn aus Neumünster übernehmen die Statik, Losch und Partner die Freianlagen und Verkehrsanbindung, die Haustechnik (Elektro und Brandschutz) geht an Schlüter und Thomsen, als Medizintechnikplaner wurde Vamed gewonnen – alle aus Neumünster.

 Und wie will er jetzt sparen? Das Konzept ist noch nicht verabschiedet, aber erste Ideen verrät er. „Man kann nicht alles neu bauen“, ist ein Ansatz. So könnten vom Südflügel des bisherigen Haupthauses die unteren beiden Geschosse stehen bleiben und die Grundlage für zwei neue Stockwerke werden. Ein architektonisch ansprechendes Atrium, wie im ersten Bauabschnitt, „können wir uns nicht erlauben“, erklärt Mumm.

 Die verbliebenen Fördermittel des Sozialministeriums belaufen sich auf 38,3 Millionen Euro. „Wir sind mit dem Land im Gespräch“, sagt von Dollen, der auf eine Nachbesserung hofft. Wenn alles läuft wie geplant, könnten im Februar 2017 die Abbrucharbeiten des Haupthauses und der Aufbau des neuen Funktionsgebäudes beginnen. Im Juni 2017 soll es ans neue Bettenhaus auf dem Gelände des jetzigen Psychiatriegartens gehen – und 2020 ist dann alles fertig. Der schon verlängerte Vertrag mit Geschäftsführer von Dollen läuft übrigens 2018 aus.„Die Realisierung gucke ich mir dann als Rentner an“, sagt er.

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